Ankerherz auf Reisen: Eisplanet. Kalt, kälter, Kanada

Kanada, Provinz Saskatchewan, die Stadt Regina. Kälte kann einige Formen annehmen, aber diese ist so scharf wie ein Jagdmesser. Nordwind kommt über die Prärie. Das Thermometer im Mietwagen zeigt minus 18 Grad, aber gefühlt es es deutlich weniger. Mütze und Handschuhe helfen kaum. Der Wind sucht sich eine Stelle, an der er mit feinen Nadeln sticht. Auf dem Parkplatz gibt es Stromstecker, an die man die Motoren der Wagen anschließen muss, wenn die Temperatur weiter fällt. Irgendwann hilft kein Frostschutz mehr, das gilt ganz allgemein.

Dreißig Tage in Folge unter minus 20? Normal.

In diesem Winter hatte es hier dreißig Tage in Folge unter der minus 20 Grad-Grenze; der Rekord, Windchill eingerechnet: unglaubliche minus 56. Auf den Straßen: wenige Menschen, alle vermummt, schlurfende Gestalten unter Kapuzen. Das alles hat etwas wie aus der Kulisse einer „Mad Max“-Folge. Ein Schild: „Quinn, the Eskimo“, wie aus dem Song von Manfred Mann. Humor, Marke Regina. Die Fahrt geht heraus aus der Stadt. Ganz geradeaus geht der  Highway, nach zwei Stunden biegen wir ab. Wir treffen Laine, einen Trucker.

Laine, wir gewöhnt man sich an diese Kälte? „Gar nicht.“

Fotos: Uwe Weber/Zeitaster & Stefan Kruecken  

 

Bei diesen Temperaturen helfen mehrere Lagen: Parka Seemann & unsere Kapuzenpullover mit Ankerherz

 

 

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