ATLANTIKSTURM: Kleiner Frachter in haushohen Wellen

„Was wir Seeleute mitgemacht haben, weit hinter dem Horizont, das bekam niemand mit. Nur, wenn wir im Hafen den aufgestauten Druck abbauten, regte sich die Landbevölkerung auf.“ Dieser Satz stammt von Kapitän Schwandt, aus seiner Biographie „Sturmwarnung“. Er meint: Die Stunden im schweren Orkan, den Kampf mit haushohen Wellen – die Angst und die Entbehrungen. Vor allem in einem Atlantiksturm.

Mitten im Atlantiksturm.

Dieses Video gibt einen Eindruck davon, wie ein Orkan auf dem Atlantik aussieht. Das kleine, russische Containerschiff arbeitet sich durch die schwere See, es hebt und es senkt sich, wie in einem gewaltigen Aufzug. Man kann die Anspannung auf der Brücke förmlich spüren. Wie viele der Container, die an Deck gelascht sind, wohl tatsächlich in ihrem Bestimmungshafen an Deck geladen werden konnten?

https://www.youtube.com/watch?v=AxtlNyOzVA8

Der Alltag an Bord während solchen Wetters: An Schlaf ist für die Crew kaum zu denken. Verstärkte Brückenwache, und wer Freizeit hat, döst in der Koje. Die Mahlzeiten sind eher spärlich, weil der Koch nur eingeschränkt arbeiten kann. Doch wie sagt Kapitän Schwandt? Mit Erfahrung, seemännischem Können und guten Nerven ist jeder Sturm zu schaffen…

Gerade erschienen: Sturmwarnung – die hochgelobte Biographie von Kapitän Schwandt. Wer echte Bücher von See mag, liegt mit diesen Tipps richtig.

Orkanfahrt Wellenbrecher Hafen Hamburg

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