Azubi rettet seinen Kapitän auf Kutter in der Nordsee

Ein Azubi im ersten Lehrjahr hat seinen Kapitän auf einer Fangreise in der Nordsee gerettet. Der Fischer war bewusstlos an Bord zusammengebrochen. Durch das besonnene Handeln des jungen Mannes, Solidarität der Fischer auf See und den schnellen Einsatz der Seenotretter kam der Mann ins Krankenhaus.

Ein Azubi wird zum Retter: Kurz vor 13 Uhr am Freitagmittag erfuhren die Seenotretter der Station Büsum über Funk, dass der Kapitän eines Fischkutters aus Friedrichskoog dringend ärztliche Hilfe benötigte. Er war bewusstlos zusammengesackt. An Bord befand sich außer ihm ein Azubi –  im ersten Lehrjahr.

Der junge Mann stoppte die Maschine und holte das Fanggeschirr ein. Er kümmerte sich um den Bewusstlosen und kontaktierte dann einen weiteren Kutter im Revier, der sich auf dem Weg zu seinen Fanggründen befand. Dieser eilte sofort zu Hilfe – so funktioniert Solidarität auf See. Die Fischer gingen längsseits. Ein Crewmitglied setzte zur Unterstützung über.

Azubi handelt besonnen

Inzwischen liefen die Seenotretter der Stationen Büsum und Eiderdamm aus. Vorsorglich informierte die Rettungsleitstelle See in Bremen auch das Flaggschiff Hermann Marwede auf Helgoland und einen Hubschrauber, um gegebenenfalls einen Notarzt auf dem Fischkutter abzusetzen.

Wenig später waren die Seenotretter aus Büsum vor Ort und stiegen auf den Kutter über. Ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der Rettungsleitstelle beriet die Kollegen über Funk. Der Kapitän erlangte wieder das Bewusstsein.

Die Seenotretter übernahmen ihn an Bord und brachten ihn mit Höchstgeschwindigkeit in den Hafen von Büsum. Dort wartete bereits der Rettungswagen und brachte den Mann ins Krankenhaus. Der Vormann der Station Büsum übernahm den Fischkutter und steuerte ihn nach Büsum in den Hafen.

Von unserer Seite ein Riesenlob an alle Beteiligten – vor allem an den Azubi.

 

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