Bodrum: Ich schäme mich

Bodrum-Junge

Dieses Foto zeigt einen kleinen, ertrunkenen Jungen aus Syrien. Seine Leiche wurde am Strand des türkischen Partyortes Bodrum angespült.

Der kleine Junge starb auf dem Weg nach Europa, auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben. Er starb auf der Flucht vor Krieg und Terror.

Ich kann diese Bilder nicht länger ertragen. Ich habe vier Kinder und es bricht mir das Herz. Es ist ein Verbrechen, das sich täglich vor unseren Augen ereignet.

Ich kann nicht so tun, als ob es die Bilder nicht gibt. Ich will es nicht.

Es ist nicht zu fassen, dass wir nicht längst mehr Schiffe und Hubschrauber entsenden, um diese Kinder zu schützen und zu retten. Dass wir die kriminellen Schlepperbanden nicht stoppen. Es ist unbegreiflich, dass die europäischen Regierungen keine Lösungen finden, um die Probleme gemeinsam zu meistern.

Das reiche Europa sieht weg. Das reiche Europa lässt Kinder an seinen Küsten ertrinken.

Es macht mich wütend. Es erfüllt mich mit Scham. Und mit Ekel.

Für welche Werte stehen wir, wenn wir es zulassen? Wir wissen genau, was geschieht, doch: Wir handeln nicht. Ist es Absicht? Lassen wir tatsächlich zu, dass es nur die Stärksten zu uns schaffen? Ist es so pervers?

Dass bei uns zehntausende Bürger helfen, in jeder deutschen Stadt, ist ein gutes Zeichen.

Die Anständigen müssen aufstehen und zusammenhalten, überall in Europa. Es ist unsere Pflicht.

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