Corona auf Helgoland: Verwaltung bestätigt erste Infektion

Lange Zeit galt Helgoland als eine Art „Insel der Seligen“ in der Corona-Pandemie. Doch nun hat es auch den Außenposten in der Nordsee erwischt. Am Freitagnachmittag (11. September) meldeten das Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg den ersten Fall von Corona auf Helgoland.

Wie die Kreisverwaltung Pinneberg mitteilte, handele es sich um einen „gut eingrenzbaren“ Fall. Die erkrankte Person zeige bislang keine Symptome und sei isoliert. Direkte Kontaktpersonen befänden sich ebenfalls in Quarantäne. Derzeit bestünde kein Grund für weitere Maßnahmen, so die Kreisverwaltung. Man stehe im engen Austausch mit der Gemeinde Helgoland.

Für Besucher von Helgoland gelten nach wie vor strenge Besuchsregeln, die bis zu 4. Oktober verlängert wurden. Wer sich innerhalb der letzte 14 Tage vor Inselbesuch in einem Risikogebiet aufhielt, darf die Insel nicht betreten.

Regeln für Helgoland

Für Helgoland galten wegen der exponierten Lage zu Beginn der Pandemie strikte Besuchsverbote. Einige Wochen rund um Ostern befand sich die Insel in einem kompletten Lockdown und war von der Außenwelt abgeschnitten. Inselbürgermeister Jörg Singer warb danach für eine vorsichtige Öffnung, die sowohl Interessen des Tourismus als auch die Sicherheit der Insulaner berücksichtigte.

Auf einigen Teilen der Insel galt daher auch eine Maskenpflicht im Öffentlichen Raum. Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes passten auf, dass diese Regeln auch eingehalten wurden.

Hintergrund: Helgoland verfügt nur über wenige Intensivbetten. Bei einem großen Ausbruch müssten Patienten aus der Nordsee evakuiert werden. Die Zahl der Neu-Infektionen in Deutschland hat in den letzten Wochen insgesamt wieder deutlich zugenommen. Wir berichten über die Entwicklung auch regelmäßig im Programm von Radio Ankerherz. Unser Sender streamt von Helgoland aus in die ganze Welt.

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