Corona: Helgoland macht die Insel (fast) dicht

Als Reaktion auf die steigenden Corona-Infektionszahlen erschwert Helgoland die Einreise für Touristen. „Im Prinzip ist die Saison beendet“, sagt Insel-Bürgermeister Jörg Singer. Ab Montagmorgen pendelt nur noch die Fähre MS Helgoland von Cuxhaven auf Deutschlands einzige Hochsee-Insel.

Helgoland liegt draußen in der Deutschen Bucht. Die Aussicht auf einen Corona-Ausbruch auf der Insel besorgt seit Beginn der Pandemie die Verantwortlichen. Mit Recht: Wie soll es möglich sein, viele Kranke im Falle eines großen Ausbruchs von der Insel zu transportieren? Die Insel ging daher rund um Ostern bereits in einen kompletten Lockdown und wurde von der Außenwelt abgeschnitten.

Nun steigen die Infektionszahlen überall in Deutschland erneut stark an. Zum Schutz der Insulaner verschärft man erneut die Vorschriften. Seit dem heutigen Montag dürfen nur noch Urlauber auf die Insel, die einen negativen Corona-Test besitzen, der bei Betreten des Schiffes nicht älter als 48 Stunden ist. Dies teilte der Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein mit, zu dem die Insel gehört. Besucher aus ausländischen Risikogebieten müssten sich sofort für fünf Tage in Quarantäne begeben und dann einen weiteren Test vorlegen.

Schutz der Insulaner vor Corona

„Die Saison ist im Prinzip beendet“, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. Ab Montagmorgen werde nur noch die „MS Helgoland“ von Cuxhaven (Niedersachsen) aus zu der Hochseeinsel fahren. Alle anderen Verbindungen, etwas von Husum, wurden gestrichen. Ausgenommen vom Betretungsverbot sind nur Menschen, die aus beruflichen Gründen oder zu Familienbesuchen einreisen oder über einen Wohnsitz auf Helgoland verfügen.

Anlass für die neue Allgemeinverfügung:  Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das sogenannte „Beherbergungsverbot“ von Touristen aus inländischen Corona-Hotspots gekippt. Um Helgoland mit seiner exponierten Lage besser schützen zu können, entschloss man sich nun zu diesem Schritt.

Für die ohnehin schon gebeutelten Gastronomen und Hoteliers auf der Insel sicherlich eine schwierige Entscheidung. Zum Schutz der Inselbewohner aber absolut verständlich. Eine Insel schützt ihre Bewohner vor der „Zweiten Welle“.

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