Corona: Sylt, Amrum, Föhr und SPO bleiben für Tagesgäste dicht

Wegen der Corona-Pandemie wird es an Schleswig-Holsteins Nordseeküste auch in den kommenden zwei Wochen starke Einschränkungen für Tagesgäste geben. Für die Inseln und Halligen der Nordsee sowie für St. Peter-Ording gilt rund um Himmelfahrt vom 21. Mai bis 24. Mai und über Pfingsten vom 30. Mai  bis 1. Juni ein Betretungsverbot für Tagestouristen.

Mit den Maßnahmen, die heute bekannt gegeben wurden, reagiert Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen (CDU) auch auf eine gemeinsame Bitte der Inseln Sylt, Föhr und Amrum. Diese hatten in der Coronakrise Vorsicht angemahnt und auf die negativen Folgen einer zu schnellen Öffnung hingewiesen. Die medizinische Versorgung der Inseln sei zwar gut, aber nicht auf Massenandrang im Falle eines großen Ausbruchs ausgelegt, so die Befürchtung.

„Unser schönes Land mit seinen langen Stränden und dem herrlichen Binnenland samt Nord-Ostsee-Kanal und vielen Seen bietet Platz für alle, aber nicht für alle gleichzeitig in bestimmten Top-Destinationen“, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP).

Wenige Ausnahmen für Tagestouristen

Ausgenommen vom Betretungsverbot für Tagesgäste sind Nordstrand, Südfall und die Hamburger Hallig. Das Betretungsverbot gilt nicht für Bewohner des Kreises Nordfriesland; Freunde und Verwandte dürfen besucht werden. Achtung: Auch die Hafenstadt Büsum ist über die Feiertage für Tagestouristen gesperrt.

 

Im Falle von Helgoland, der exponiertesten deutschen Insel, bleibt man ebenfalls vorsichtig. Für den Roten Felsen samt Düne gibt das Betretungsverbot für Tagesgäste bis zum kommenden Sonntag (24.5.). Dies steht in der entsprechenden Allgemeinverfügung des Kreises Pinneberg. Die Häfen sind gesperrt und auch Camping ist nicht erlaubt (Dauercamper sind ausgenommen.)

Sorge vor einigen „Hotspots“

Nordfrieslands Landrat Lorenzen sagte, sein Gesundheitsamt blicke „mit Sorge“ auf einige „Hotspots“. Wegen großer Menschenansammlungen lasse sich der Mindestabstand von anderthalb Metern etwas an der Badbrücke und dem Ortskern von St. Peter-Ording oder auf den Strandpromenaden und Strandübergänge der Inseln kaum einhalten. „In St. Peter-Ording kämen zu 4.000 Einwohnern, den 3.000 Zweitwohnungsbesitzern und 13.500 Buchungen in Ferienwohnungen und Hotels noch einmal rund 40.000 Tagesausflügler hinzu“, sagte Lorenzen.

 

An Schleswig-Holsteins Ostseeküste wird es hingegen zunächst kein Betretungsverbot für Tagestouristen. Im Kreis Ostholstein und in Lübeck gilt ein mehrstufiger plan. „Wenn Neuinfektionen auftreten, muss es für den Tagestourismus Beschränkungen geben“, sagte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU. Um den Zustrom zu begrenzen, setzt man auf verschiedene Maßnahmen: Parkraum, Zufahrten und Zugängen würden beschränkt.

„Unser Ziel ist es, Gäste willkommen heißen zu können und trotz des erhöhten Besucheraufkommens die Infektionszahlen gering zu halten“, sagte Sager. Die Hoffnung ist klar: Dass sich Gäste und Einheimische an die Kontaktbeschränkungen halten.

Ob es funktioniert hat, werden wir in zwei bis drei Wochen sehen.

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