Der Polarwirbel teilt sich – droht nun ein extremer Winter?

Momentan herrscht noch normales, in Teilen recht mildes Winterwetter. Doch dies könnte sich bald ändern: Nach einem Bericht der „Washington Post“ teilt sich derzeit der Polarwirbel über der Arktis. Was wochenlang für extremes Winterwetter in Nordamerika und Nordeuropa sorgen könnte.

Nach dem wissenschaftlichen Bericht der „Washington Post“ beobachten Wetterexperten aktuell einen dramatischen Anstieg der Temperatur in höheren Luftschichten über der Polarregion. Was Auswirkungen auf den Polarwirbel hat, der derzeit dabei ist, sich zu teilen und zu verschieben. Es sieht nach den Wettermodellen sogar danach aus, als bilde sich ein zweiter Polarwirbel – der extrem kalte Polarluft mit sich führt.

Ist der Polarwirbel stark und dreht sich stabil – wie es im letzten Jahr der Fall war – dann steht die kalte Luft über der Arktis. Nimmt der Wirbel aber an Intensität ab, teilt er sich ab oder verschiebt sich südlich, beeinflusst dies das Wetter in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens.

Polarwirbel zerbricht in zwei Teile

Die Folge sind beispielsweise extreme Wintereinbrüche, dauerhaft kalte Temperaturen und Schneestürme. Auf dem Nordatlantik ist mit starken Stürmen zu rechnen. Im Winter 2013-14 beispielsweise, als der Polarwirbel zerbrach, fror die Metropole Chicago buchstäblich ein und bekam den Spitznamen „Chiberia“. An der Ostküste der USA verzeichnete man im Winter 2009-10 die heftigsten Schneefälle der Geschichte, mit mehreren starken Blizzards.

Was die Wetterforscher auch beschäftigt, sind die Auswirkungen auf den Jetstream. Einfach erklärt: Bricht der Polarwirbel ab, verlangsamt sich der Jetstream. Sturmsysteme bewegen sich entsprechend langsamer und ziehen nicht schnell über eine Region oder ein Gebiet.

Stürme und Schnee

Noch kann niemand vorhersagen, wie sich das Wetter in den nächsten Wochen konkret ändert. Fest steht, dass die Aussicht auf extremes Winterwetter mit Sturm und Starkschnee nicht gerade ideal ist während einer Pandemie.

Einen Vorgeschmack gibt es bereits in dieser Woche in Teilen Europas: Zwischen Island und Grönland braut sich ein Wintersturm zusammen, mit Geschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern. In Wettermeldungen ist von einem „echten Winterorkan“ über dem Nordmeer die Rede. Zeitgleich breitet sich Spanien auf eine „Schneebombe“ vor. Ausgehend von den Azoren bildet sich ein Tiefdruckgebiet, das ab Donnerstag Spanien trifft: Großräumig werden dort 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee erwartet.

 

Was braucht man bei kaltem Wetter, um es sich auf der Couch gemütlich zu machen? Außer einem heißen Getränk, versteht sich: Bücher vom Meer! Hier im Ankerherz Buchladen findet Ihr eine schöne Auswahl.

 

0 comments