KAPITÄN SCHWANDT: Die Gewalt der AfD

Mein Offener Brief an den AfD-Sprecher Alexander Gauland hat ein Echo ausgelöst, dass ich in dieser Form gar nicht erwartet hatte. Tausende Male ist der Beitrag auf meiner „Facebook-Seite“ geliked und geteilt worden. Es gab große Zustimmung. Viele schrieben, dass Ihnen der Brief Mut gemacht hat. Dass er eine Orientierung bietet in Zeiten, in denen ein tiefer Riss durch Freundeskreise und Familien geht. Ich bedanke mich für die Unterstützung, die mir ein Ansporn ist!

Ich möchte etwas zu den kritischen Stimmen sagen. Ich habe mich im Brief um einen sachlichen Tonfall bemüht, obwohl ich über die völkische Hetze von Gauland, der unter dem Johlen der Menge Worte wie „Volksgemeinschaft“ benutzte, sehr erbost war. Zumal Gauland, Jahrgang 1941, selbst einmal Flüchtling war – aus der DDR – und ich seine Position in der Flüchtlingsfrage daher  überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Was mir AfD-Anhänger schreiben, in Drohungen und Beleidigungen, widert mich in der Härte und dem dümmlichen, vulgären Niveau an. Ich, „linker Troll“, „alter Arsch” (Schimpfworte gab es, die ich zuletzt in der schlimmsten Spelunke von Rotterdam gehört hatte), ich solle endlich „Sterben gehen,“ „die Fresse halten“ und man würde mich schon bald wegen „Verrats“ vor einen „Volksgerichtshof“ zerren. Mit Leuten wie mir oder Til Schweiger würde man schon bald kurzen Prozess machen. Diese Bemerkung kam öfters: Das Motiv, Leute abzuurteilen (und zu bestrafen), scheint ein wichtiges für AfD-Anhänger zu sein.

Eine Partei der Gewalt

Es ist, wie die FAZ (nicht, die taz, die FAZ) vor kurzem schrieb: Die AfD ist eine „neue völkische Bewegung“, um die sich der Nukleus einer „Bürgerkriegspartei“ gebildet hat. „Ihre Gier nach Gewalt ist mit den Händen zu greifen“, schreibt der FAZ-Journalist Volker Zastrow: „Die Atmosphäre auf den Demos ist gewaltgeladen. Wer als Feind begriffen wird, den sucht man einzuschüchtern: durch aggressives Angehen, Bedrohen, Verfolgen, Geschimpfe und Geschrei. Immer häufiger kommt es zu Angriffen: Da wird bedrängt, geschubst, gestoßen oder gar geschlagen“.

Gewalt drückt sich auch in der Sprache der AfD-Mitglieder aus. Ein Wille zum Diskurs ist nicht zu erkennen. Dazu passt, dass AfD-Vertreterin Beatrix von Storch der Kanzlerin allen Ernstes nahelegt, das „Land zu verlassen. Aus Selbstschutz“. Die Frage ist, ob sich diese Partei noch im Rahmen des Rechtsstaates bewegt.

Alle Demokraten müssen nun zusammenstehen. Ich lasse mich nicht einschüchtern.

 

Kapitän Schwandt, 1936, wurde in Hamburg Sankt-Georg geboren. Er fuhr jahrzehntelange zur See und war Chef des Hamburger Wasserzolls. Schwandt lebt mit seiner Frau in Hamburg. Anfang April (15/4) erscheint seine Biographie Sturmwarnung. Hier vorbestellen.

 

41 comments

[…] so ist, dass Anhänger der AfD oft schnell polemisch reagieren und die Parteispitze häufig eine Sprache der Gewalt benutzt – wir sollten weiterhin den Dialog […]
KAPITÄN SCHWANDT: Auf dem linken Auge blind? on Aug 28 2016
"In meinem Land will ich einen Rechtsstaat, der Täter schnell und hart, aber auch gerecht bestraft" Wie genau willst du diesen Rechtsstaat erreichen, wenn die Taten explizit unter den Teppich gekehrt oder mit Samthandschuhen angefasst werden, sobald sich rausstellt, dass der Täter nicht von hier ist? Den Richtern gut zureden? "In meinem Land will ich Respekt für Frauen von jedem, und zwar von Migranten ebenso, wie von deutschen Männern, sei es nun auf dem Domplatz oder auf dem Oktoberfest!" Wie sicherst du in Zukunft diesen Respekt, wenn die Respektkurve seit Jahren kontinuierlich nach unten zeigt und die Zuwanderung von genau diesen Menschen, die dafür verantwortlich, dagegen steil nach oben zeigt? Was sind die von dir vorgeschlagenen Maßnahmen, um das zu erreichen? Oder bist du mit Lippenbekenntnissen der Politiker zufrieden?
Dr_Kurt on Mai 01 2016
Die Frage ist für mich: Wie repräsentativ sind denn diese Statistiken und auf welchen Informationen beruhen sie? Wenn sie sich zum Beispiel auf die Zahl der angezeigten Fälle von häuslicher Gewalt stützen, dann wäre zu bedenken, dass die Dunkelziffer sehr hoch sein dürfte. Immerhin gilt es in vielen muslimischen Ländern als völlig rechtens, wenn ein Mann seine Frau oder seine Töchter züchtigt, um sie zum Gehorsam zu zwingen. Nicht allzu viele davon dürften überhaupt auf die Idee kommen Anzeige zu erstatten. Das machen ja selbst deutsche, emanzipierte Frauen bei Weitem nicht immer. Ich will nicht behaupten jeder muslimische Mann schlage seine Frau. Ich kann aber beim besten Willen auch nicht glauben, dass eine Kultur, die Frauen zu Besitz degradiert, lauter liebevolle und gewaltlose Ehegatten, Brüder und Söhne hervor bringt. Ich habe einige Bücher gelesen, von Frauenrechtlerinnen in Ländern wie Afghanistan, Iran und Irak. Und was viele von ihnen zu berichten hatten, das zeichnet ein erschreckendes Bild. Wieso sollte sich das Verhalten von Männern aus solchen Ländern plötzlich grundlegend ändern, nur weil sie neuerdings in Deutschland leben? Ich kann Ihnen sehr das Buch "Die Hälfte des Himmels" empfehlen, welches sich durchaus differenziert, aber auch kritisch mit dem Leben und den Rechten der Frauen in den verschiedensten Ländern befasst. Auch die Welt zu sehen, aus der die Migranten zu uns kommen, ist in meinen Augen unerlässlich um sie zu verstehen. Und was die persönlichen Kontakte angeht...ich habe eine türkische Freundin, die aus einer recht traditionellen Familie stammt. Es wurde dort gar nicht gern gesehen, dass sie deutsche Freundinnen hatte, weder vor ihrer Heirat von ihrem Vater, noch danach von ihrem Ehemann. Wie alle ihre Geschwister heiratete sie mit ihrer Volljährigkeit einen Türken aus der Türkei, den sie vorher nur zweimal getroffen hatte und der kein Wort Deutsch sprach. Hier aufgewachsene Landsmänner waren ihrem Vater zu deutsch. Ihre Ehe war und ist sehr unglücklich und Gewalt ist auch dort immer wieder ein Thema. Sie sagt selbst, dass ihre Landsleute sich abgrenzen, unter sich bleiben und mit uns höchstens oberflächlich zu tun haben wollen. Sie sagt, dass in ihrem Umfeld alle deutschen Frauen als Schlampen gelten. So sollte Integration in meinen Augen nicht aussehen.
Nina Gippert on Apr 24 2016
Es macht es nicht weniger wahr oder falsch. Ich wollte Ihnen lediglich zeigen - anhand der von mir genannten Statistiken - dass Gewalt oder Respektlosigkeit gegenüber Frauen bei Migranten weitaus seltener sind als angenommen und durch die Medien vermittelt. Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus würde ich sogar behaupten seltener als bei deutschen Männern, gerade bei den Moslems. Aber das ist nun nur mein persönliches Empfinden, für das ich keinerlei Beweise erbringen kann. Dagegen habe ich die Erfahrung gemacht, dass oft gerade Frauen, die Angst vor - besonders muslemischen - Migranten haben, keine persönlichen Kontakte zu diesen Menschen hatten. Der Verdacht, dass die Angst durch Vorurteile oder Medienberichte hervorgerufen wurde, liegt dann doch durchaus nahe. Oder wie würden Sie dieses Phänomen erklären?
Petra Bühler on Apr 24 2016
Jein. Was Ihre Kritik daran angeht, dass die Gewalt durch deutsche Männer, insbesondere häusliche Gewalt, in Deutschland viel zu sehr totgeschwiegen wird, gebe ich Ihnen völlig recht. Viele Menschen halten das sogar für eine Randerscheinung, ein Phänomen welches lediglich sozial schwache Schichten betrifft. Ein Freund von mir, eigentlich ein gebildeter und hochintelligenter Mann, ist sogar so weit gegangen zu behaupten, dass die Statistiken zur Gewalt gegen Frauen gefälscht würden, da man gerne den Mann als Bösewicht hinstellen wolle in der heutigen Zeit. Da wird zu wenig geredet und noch weniger getan. Allerdings... Inwiefern macht die Tatsache, dass auch unter deutschen Männern die Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Frauen weit verbreitet ist, das selbe unter den Migranten weniger wahr oder falsch? Es gibt deutsche Männer, die ihre Exfrauen aus Eifersucht ermorden und es gibt ausländische Brüder, die ihre Schwestern um der Ehre der Familie willen umbringen. Das eine wird durch das Andere nicht relativiert. Darum habe ich diesen Vergleich auch ganz bewusst nicht angebracht in meinem ersten Post. Es ging um die Pegida und ihre Argumente und dazu habe ich mich geäußert, nicht mehr und nicht weniger. Etwas traurig finde ich, dass Sie dem Großteil Ihrer Geschlechtsgenossinnen offensichtlich nicht die Intelligenz und Weitsicht zutrauen sich ein eigenes, differenziertes Weltbild zu erschließen. Ist nicht auch das eine Art von Respektlosigkeit gegenüber Frauen?
Nina Gippert on Apr 24 2016
Ich bestreite nicht, dass es solche Vorfälle wie in Köln gab, wo Frauen von Männern mit Migrationshintergrund belästigt werden. Und ich wünsche wirklich keiner Frau ein derartiges Erlebnis. Es erscheint mir allerdings sehr übertrieben, davon auszugehen, dass frau nun ausgerechnet vor Migranten Angst haben müsste. Die meisten (sexuellen) Missbräuche und Gewalterfahrungen erleben Frauen innerhalb ihres Familien- und Bekanntenkreises.Und die sind dann eben im Normalfall gleicher Herkunft. Darüber gibt es hinlänglich Statistiken. Ebenfalls zeigen Kriminalstatistiken - wie beispielsweise die aus dem Jahr 2015 aus Sachsen - dass Straftaten sexueller Natur bei Migranten einen sehr, sehr geringen Prozentsatz (unter Null) ausmachen. Vor diesem Hintergrund erstaunt es mich, wie wenige Menschen sich darüber Gedanken machen, wie man deutschen nichtmuslimischen Männern mehr Respekt vor Frauen - gleich welcher Herkunft und Religion - beibringen könnte. Man und frau entrüstet sich für eine Weile darüber, wenn in den Medien steht, wie ein deutscher Mann eine deutsche Frau sexuell missbraucht hat oder Schlimmeres. Ist nicht unlängst ein junges Mädchen getötet und verbrannt worden - von einem deutschen Täter? Und handelte es sich beim Täter nicht um ihren Exfreund? So etwas erscheint dann nur für kurze Zeit in der Presse - bis es wieder etwas Interessanteres zu berichten gibt. Es fällt jedoch niemandem ein, hier einen Erziehungs- oder Integrationsbedarf zu sehen oder solche Vorfälle wochen- und monatelang in den Medien breitzutreten und vor deutschen Männern zu warnen. Auch werden die wenigsten Frauen sich Pfefferspray zulegen, um in ihrer Familie oder ihrem Bekannten- und Freundeskreis gegen Übergriffe gewappnet zu sein. Und eben aus diesen Gründen denke ich, dass derartige Angstgefühle vor Migranten aus Vorurteilen oder Medienberichten entstehen. Wenn dies bei Ihnen nicht so sein sollte, sind Sie in meinen Augen eine Ausnahme.
Petra Bühler on Apr 24 2016
Liebe Frau Bühler, Es freut mich für Sie, dass Sie so gute Erfahrungen mit den Flüchtlingen und Ausländern in unserem Land gemacht haben. Und es freut mich auch für jede andere Frau, die das von sich behaupten kann. Ich bin sicherlich die Letzte, die Menschen wegen ihrer Herkunft in einen Topf werfen und diesen etikettieren möchte. Allerdings...Ihre guten Erfahrungen, machen die schlechten anderer Frauen nicht weniger wahr und real. Und ich verwehre mich strikt dagegen, dass Sie mir unterstellen, ich könne mir keine eigene Meinung bilden, sondern lasse mir diese von Medien oder Hetze aufdoktrinieren. Ein Großteil der hier lebenden Flüchtlinge sind sicherlich einfach nur an einem friedlichen und menschenwürdigen Leben interessiert und das Letzte was sie wollen ist hier unangenehm aufzufallen. Doch es lässt sich nun einmal nicht leugnen, dass es gerade mit jungen, männlichen Ausländern immer wieder Probleme gibt. Und das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit oder Hetze zu tun, es ist eine messbare und beweisbare Tatsache, vor der wir nicht die Augen verschließen dürfen. Denn sonst passieren Sachen wie die polizeiliche Meldung in Köln sei die Silvesternacht ruhig und friedlich verlaufen, während in Wirklichkeit unzählige junge Frauen einen Spießrutenlauf durchmachen mussten. Oder wollen Sie all diese Frauen der Lüge bezichtigen? Und genau betrachtet wäre es doch auch sehr verwunderlich, wenn Menschen, denen von Kindesbeinen an eingetrichtert wurde, dass Frauen wertlos sind und nichtmuslimische Frauen Huren, sobald sie unsere Grenzen überqueren plötzlich dieses Denken ablegen könnten. Hier in Köln jedenfalls macht man als junge Frau immer und immer wieder die Erfahrung auf eine Art und Weise angesprochen zu werden (oder schlimmeres) von jungen Männern mit Migrationshintergrund, die alles Andere als respektvoll ist. Was kann man nun dagegen tun? Alle nach Hause schicken, wie es die Pegida und die AfD wollen? Die Augen davor verschließen und so tun als sei die Integration nicht zu lange vernachlässigt worden, aus Angst für Nazis gehalten zu werden? Meiner Meinung nach helfen hier nur offene Augen für bestehende Probleme und die Bereitschaft diese anzugehen. Mit ebenso viel Herz, wie Verstand, mit klarem Blick und frei von Vorurteilen. Mit Aufklärung für alle Seiten, mit Begegnung und wo es Not tut auch mit den Mitteln von Justiz und Rechtsstaat.
Nina Gippert on Apr 24 2016
Ich bin auch eine Frau. Und ich habe keine Angst. Ich habe vier Monate lang jeden Tag drei Stunden Deutsch für Flüchtlinge unterrichtet und dabei jeden Tag allein im selben Raum mit 15 Männern verbracht. Ich wurde nicht nur mit Respekt behandelt, sondern auch freundlich und zuvorkommend. Diese Arbeit hat mir Spaß gemacht und ich denke der Unterricht den Leuten auch. Viele der Flüchtlinge habe ich auch besucht. Ich wurde zum Kaffee, zum Tee, zum Essen eingeladen. Kein einziges Mal hatte ich dabei ein ungutes Gefühl. Ich wurde herzlich empfangen. Mittlerweile arbeite ich in einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - ausnahmslos Jungs im Alter von 14 bis 17. Auch hier lässt keiner nötigen den Respekt vermissen. Möglicherweise liegt es auch daran, dass auch ich den Leuten wertschätzend begegne. Wenn ich schlechte Erfahrungen auf der Straße mit Männern machen musste - zum Beispiel angepöbelt wurde - dann waren das deutsche - meist angetrunkene - Männer. Ich vermute Ihre Angst gegenüber den Flüchtlingen ist durch Vorurteile und Hetze in den Medien entstanden. Schade!
Petra Bühler on Apr 24 2016
Ist das so? Die Gegendemonstranten waren nicht in der Lage Argumente hervorzubringen? Das zu hören macht mich unendlich traurig. Dann übernehme ich das jetzt, in der Hoffnung sie auf die richtige Seite zu bringen. Wir leben in einer sehr kritischen Zeit. Warum möchte ich erstmal einleitend erläutern: Auf der einen Seite hat sich die menschliche Population in "kurzer" Zeit (kurz im vergleich zur Periode in der die Menschheit existiert) locker verzehnfacht, was unweigerlich zu Herausforderungen führt. Auf der anderen Seite scheint unser Planet empfindlich auf die große menschliche Population zu reagieren und damit gerät unsere Gesamtexistenz in Gefahr. Und obendrauf kommt noch, dass aufgrund der starken Waffen die wir in den letzten 150 Jahren entwickelt haben, Konflikte theoretisch unseren Planeten zerstören könnten. Zusammenfassend ist unsere Existenz als Menschheit massivst bedroht. Die Wahrscheinlichkeit die nächsten 1000 Jahre zu überleben (was für die Menschheit eine lächerlich kleine Zeit sein sollte!) erscheint erschreckend gering. In genau so einer Zeit ist es ganz zentral, dass wir alle uns gemeinsam auf die richtigen Prioritäten fokussieren. Und trotzdem kommen in genau solchen Zeiten Stimmen hoch denen es nur darum geht ihre EIGENE Situation zu verbessern, ihre EIGENE Kultur zu erhalten oder ähnliches. Und sie werden sicherlich nicht bestreiten, dass genau solche "auf die eigene Menschengruppe bezogene" Forderungen den Grundton der AFD ausmachen. Dabei handelt es sich aber um völlig normale, natürliche menschliche Triebe, die wir auch außerhalb der AFD zu genüge finden. Diese Triebe aber sind in so einer kritischen Zeit fatal und extrem gefährlich, weil sie auf der einen Seite massiv von den großen Problemen ablenken und auf der anderen Seite Konflikte mit anderen Menschengruppen definitiv nur begünstigen. Es wird höchste Zeit diese ganz natürlichen animalischen, egozentrischen Triebe vollständig zu verdrängen und gemeinsam am ÜBERLEBEN der gesamten Menschheit zu arbeiten. Nichts ist zur Zeit wichtiger und der Handlungsbedarf ist unabstreitbar massiv. Ich hoffe ich konnte Sie überzeugen.
Heinrich Baker on Mrz 15 2016
Es war für mich überaus wohltuend, einem solch differenziertem Kommentar hier begegnen zu dürfen. Danke, Frau Gippert. Schade, Herr Schmidt, dass sie aus dem Kontext heraus das "Wirtschaftsflüchtlinge" trotzdem so krass bewerten. Im Zusammenhang ist der Begriff eigentlich gut zu verstehen.
Robert Kühl on Mrz 14 2016
Na, da komme ich ja nicht ohnehin, mich zu diesem hetzerischen Beitrag zu äußern! Zuerst einmal zu Ihrer Aussage, das Herr Gauland "auch ein Flüchtling" ist: Gauland (*1941) flüchtete 1959 aus der ehem. DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Nur ein Mensch, bei dem es an Weitsicht mangelt, kann eine Flucht aus der DDR in die BRD mit einer Flucht aus Syrien, Irak, Eritrea oder aus dem Balkan mit einer Flucht nach Europa vergleichen! Hier spielen nicht nur kulturelle Unterschiede eine Rolle, sondern auch religiöse, sprachliche und geschichtliche Unterschiede! Da sehe ich bei Ihnen hohen Nachholbedarf! Kommen wir mal zur "Gewalt der AfD": Dazu werfen wir doch mal einen Blick auf die Statistik bzg. Linker und Rechter Gewalttatenhttp://de.statista.com/statistik/daten/studie/4721/umfrage/vergleich-der-anzahl-von-rechten-und-linken-gewalttaten/ Natürlich sind alle Gewalttaten zu verurteilen, egal, ob diese von Links oder von Rechts kommen - aber sollte man dies differenziert und objektiv tun! Das scheint allerdings nicht Ihre Stärke zu sein! ferner vermisse ich einen Link von Ihnen, in dem die AfD zu Gewalt o.ä. aufruft! Bitte nachreichen „wink“-Emoticon Was den "Abschied an Demokratie" angeht - schauen wir doch mal, was Frau Merkel unter Demokratie versteht. Dazu ein schöner Bericht der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung): http://www.faz.net/.../angela-merkels-machtrhetorik... Wenn Sie jetzt noch die -altbewährte- Nazikeule schwingen wollen, dann sollten Sie sich mal überlegen, wie denn eine so böse rechte Partei einen Farbigen in den eigenen Reihen haben kann: http://www.welt.de/.../Ein-Schwarzafrikaner-haelt-die... Interessant ist weiterhin, das sich die Leute am meisten über die AfD auslassen, die noch nicht einmal das komplette Wahlprogramm der AfD gelesen haben. Klar, dieses findet man nicht in der BILD - Zeitung, dazu muss man einfach mal seinen Horizont erweitern und tatsächlich mal in die dementsprechenden Wahlbroschüren der AfD schauen. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/4721/umfrage/vergleich-der-anzahl-von-rechten-und-linken-gewalttaten/ http://www.welt.de/politik/deutschland/article141406127/Ein-Schwarzafrikaner-haelt-die-Stellung-bei-der-AfD.html http://www.heute.de/serie-von-gewalt-gegen-afd-politiker-40717364.html
Markus Spaltner on Mrz 13 2016
Woher haben Sie eigentlich diese Informationen? Hat Ihnen Emiliano Zapata meinen "Aluhut" geliehen? Rechtsextremisten (die ja meistens als nicht so inteligent dargestellt werden) agieren auf einmal international. Die meisten können nicht einmal Englisch. Die Kommunikation ist da eher schwierig. Sie haben es ja mitbekommen, der Verfassungsschutz sind die Köpfe der Neonazis bzw. V-Männer. Warum sollten der VS gegen sich selber aktiv werden? Diese genannten 1000 Anschläge beziehen sich auf welchen Zeitraum? Da rechnen Sie wohl alle politisch motivierten Anschläge zusammen und haben damit recht. Wenn ein Deutscher ein deutsches Haus in dem auch deutsche leben stürmt, alles kurz und klein schlägt weil er Deutsche hasst, ist dies ebenfalls Rassismus. Die oben genannte Aussagen hören Sie 1:1 ebenfalls von der rechten Seite. Ich finde manche Projekte gegen "Rechts" sind nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung. Seit Jahren werden kritische Äußerungen gegenüber Asylpolitik, fehlende Migration und Ghetto- bzw. Bandenbildung heruntergespielt und sobald die Argumente aus waren, kamen die Beschimpfungen. Jeder dieser "dummen Nazis" hat aus solchen Gesprächen etwas gelernt. Entweder seine Meinung nur noch in den eigenen 4 Wänden kund zu tun oder das nächstes mal noch härter zu argumentieren. Die "Du bist Nazi Schreier" konnten sich immer auf diese "Joker-Karte" verlassen. Aber diese Karte hat in den letzten Monaten sehr stark an Bedeutung verloren. Dazu kam der ziellose Medienlauf in dem es einfach jeder auf den anderen geschoben hat. Sind jetzt die linken, die rechten, oder die Ausländer Schuld?!?!? Bereits hier oder spätestens seit der Facebook-Zensur haben sich die "Schweigsamen" mit den "Lauten" verbunden. Nicht zu vergessen,wir hatten vorher die Euro-Krise. Wenn man den "besorgten Bürgern" hin- und wieder zuhören würde und ihm eine Antwort auf seine Fragen geben würde, wäre dies niemals passiert. Aber die Politik hat beängstigte Bürger immer wieder zwischen "normale Bürger" über "rechts Konservativ zu "Ultranationalisten" und wieder zurück ins Bürgertum hin- und hergeschoben. Die kommenden Landtagswahlen werden zeigen, wohin dies geführt hat.
Geri Mugin on Mrz 07 2016
Wäre schön gewesen, wenn Sie weiter geschrieben hätten und es mir erklären würden. Ich lasse meinen Geist gerne bereichern. Aber genau dort wo es spannend wird, schwenken Sie um, deuten mit dem Finger auf andere anstatt die Thematik zu erklären. Sie sagen, dass ich keine Ahnung über die Antifa fimierten Gruppen habe. Das stimmt durchaus. Ich kenne nur die Bilder aus den Abendnachrichten. Vielleicht war der Begriff Leitfaden falsch gewählt. Die Parolen linker Extremisten sind in vielen Themen eben sehr radikal. http://schwarze.katze.dk/projekte/demo.html "Stalingrad war wunderbar, Naziopa blieb gleich da" Mein Opa (der Gott sei dank lebendig aus der Gefangenschaft nach Hause kam) würde sich im Grabe umdrehen. Eine Einzelaufzählung aller Fehltritte, egal aus welcher politischer Richtung brauchen wir jedoch nicht erneut. Oder wollen Sie einen Schlagabtausch, ob die Antifa, PEGIDA, die DKP oder NPD die bösen Buben sind? Da gibt es in den sozialen Netzwerken bereits zu viele Halbwarheiten und hier soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. Dennoch, ohne meinen Post jetzt nochmal komplett durchulesen, habe ich in keinem Wort erwäht, dass ich die Gewalt / Übergriffe die Sie oben darstellen für gut heiße. Ebenso wenig habe ich von Fälschungen gesprochen. Die innere Pressefreiheit einer Abendzeitung zu verzerren bedeutet nicht, dass diese Informationen fälscht. Den Vorwurf dass ich einen Aluhut trage und selbst von fimieren und fimierten Gruppen zu sprechen halte ich allerdings für gewagt. Jetzt muss ich doch etwas sarkastisch werden. Sie wissen ja: "Der deutsche trägt einen Stahlhelm, keinen Aluhut". Falls er doch mal einen Hut trägt, dann muss es schon der Gäßner-Hut sein Natürlich findet sich in jeder Vereinigung ab einer gewissen Größe auch eine Gruppe Vollidioten, geistig unterbemittelter und radikaler Gesinnungsgenossen. Ich muss Sie leider entäuschen, obwohl ich mich oben als Nationalist "oute", habe ich weder Kontakt zu Neonazis, PEGIDA oder sonstigen Vereinigungen. Im Gegenteil; Manche dieser neu ernannten "Führer" (zumindest glauben das einige) zerstören innerhalb von 2 Minuten die ansträngenden Versuche uns deutsche wieder als Gemeinschaft zu vereinen und nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Diese Personen stehen meiner Ideologie häufiger im Weg als Ihrer. Aber sie werden teilweise tolleriert. Sie geben sich das Pseudonym: Emiliano Zapata Dieser wurde ebenfalls von seinen eigenen Leuten verraten und bezahlte dies mit dem Leben wen ich richtig informiert bin. Sein bekanntestes Zitat könnte ja fast die Titelmelodie einer Rechtsrockband sein. Bevor Sie sich die Mühe machen, mein Pseudonym entstammt aus der germanischen Mythologie und ist eine Zusammensetzung der Wölfe Odins: Freki und Geri sowie seiner beiden Raben: Hugin und Mugin. Aber lassen Sie sich dadurch und auch nicht durch die Tatsache dass ich Nationalist bin beirren. Zum Schluss noch, den Weihnachtsmann (damit meine ich allerdings den Nikolaus) gab es wirklich er war Türke glaube ich. Den Osterhasen denke ich hat sich jemand ausgedacht. Bitte nicht die am Anfang angefragte Erklärung nicht außer acht lassen.
Geri Mugin on Mrz 07 2016
Tja...das ist wohl der Respekt gegenüber älteren Menschen, den die Anhänger der AfD immer wieder einfordern. Ich hatte vor kurzem mit jemandem eine kleine Diskussion bezüglich der AfD. Er ist nämlich begeistert von deren Programm (abgesehen von der Frau Storch...da ist er auch der Meinung, dass sie nicht ganz fit ist...höflich ausgedrückt). Er fragte mich, wovor ich mich denn fürchten würde, schließlich sei ich hier geboren, aufgewachsen und gehe arbeiten und zahle somit auch in die Kassen ein. Ich erzählte ihm, dass ich dies mal auch auf der Seite der AfD geschrieben habe, nachdem mich jemand angiftete, ich solle mich nach Hause verpissen. Ich antwortete ihm daraufhin, dass ich zu Hause bin. Ich bin Italiener, aber Deutschland ist mein zu Hause und auch dass ich hier geboren und aufgewachsen bin. Als Antwort bekam ich (was durch Likes sehr große Zustimmung fand), dass wenn sich eine Ratte wie ein Hund verhält, es nicht automatisch ein Huhn ist, sondern eine Ratte bleibt. Damit konnte ich ihn natürlich nicht überzeugen, aber man sah ihn an, dass er anfing zu zweifeln, denn er weiß, dass ich ihm keine Geschichten erzähle. Den meisten von ihnen ist es sowas von egal, ob sich Ausländer integrieren oder nicht. Es reicht für die einfach nur, dass man eine ausländische Herkunft hat. Dasselbe gilt für die Anhänger der NPD, Pegida und Co. Würden die an die Macht kommen, würden ziemlich bald die Deportationen beginnen. Und sie würden auf Nummer sicher gehen, dass niemand zurückkommen kann.
Massimo La Mastra on Mrz 01 2016
Aber sie reden von einem "Leitfaden der Antifa"? Spätestens da, und das ist sehr früh in Ihrem "Beitrag", erkennt jeder, das Sie wirklich gar keine Ahnung von den Gruppierungen haben, die als "Antifa" firmieren oder firmiert werden. Spätestens hier kann man beginnen, Ihren Aluhut zu falten. Keine Gewalt aus Pegida Demonstrationen? Keine Journalisten, ausländische Kinder, Gegendemonstranten oder Polizisten, die bedroht wurden? Keine Truppen im Umfeld, die unter "Hier marschiert der nationale Widerstand" Angst und Schrecken verbreiten? Die Videobeweise sind alle gefälscht? Was glauben Sie sonst noch so alles? Weihnachtsmann, Osterhase?
Emiliano Zapata on Feb 20 2016
Es liest sich wie ein Sammelsurium zusammengeklaubt von P.I.News bis junge Freiheit, Nichtverstandenes, sicher nie gelesene Autoren, phrase dropping eines gerne gebildet wirken wollenden Nichtsbegreifer, der sich als Teil einer völkischen Mehrheit begreifen will. Dazu kommt dann das erlogene Geschichtsbewußtsein der Nationalen, eine herbei phantasierte Kontinuität deutscher Geschichte, haltlos, dumm und ausgedacht. Und die großen Geister dieses Abendlandes, die so eilfertig eingenommen werden sollen für diesen Blödsinn? Sie hassten sie schon damals, die Nationalisten, Kleingeister, Deutschtümler. Kultur und Kulturschaffende in ihrer übergroßen Mehrheit lehnt euch ab, ihr Schlechtmenschen, soziale Totalversager Neid zerfressene VollSpinner die ihr seid.
Emiliano Zapata on Feb 20 2016
Es ist immer wieder schön diese Doppelzüngigkeit zu lesen. Personen, die einem sofort zu recht weisen wenn man alle über einen Kamm schert und sobald es euch genehm ist, handelt ihr genau so. Zumindest macht es den Eindruck wenn ich das Zitat des FAZ Journalisten lese. Ich denke nicht dass alle AfD oder Pegida Anhänger gewaltgeladene Spinner sind. Bedroht, verfolgt, geschlagen. Irgendwo hab ich das schonmal gehört. Achja, das ist doch der Leitfaden der Antifa für den Ungang mit (politisch) anders Denkender. Ok, einen Unterschied gibt es noch: Der Schwarze Block zündet in der Regel dein Auto an. Auf Basis der Wortwahl in einigen Kommentaren ist zu erkennen dass sich der ein oder andere seinen (vielleicht) vorhanden Akademiker "heraushängen" lässt. Aber Fakten finde ich in so gut wie keinem Post. A) Fr. Gippert hat recht, wir haben ein Gewaltproblem. Das hatten wir schon immer, dies hat sich durch das Thema Migranten noch verstärkt. Nicht umsonst weigert sich der Innenminister von Sachsen-Anhalt die Kriminalstatistik vor der Landtagswahl zu veröffentlichen B) Hr. Zum Thema Wirtschaftsflüchtlinge muss ich ihrem Vergleich wiedersprechen. Ein Auswanderer und ein Wirtschaftsflüchtling sind wohl nicht das selbe. C) Dass der aktuelle Migrantenstrom nicht die Rettung der negativen Demographie ist und erst recht nicht die Lösung des Fachkräftemangels ist dürfte sich auch bereits rumgesprochen haben. Viele haben nicht einmal Vorkenntnisse auf Pisa 1 Niveau und ca 70% der "Zuwanderer" brechen eine begonnen Ausbildung ab. Wer dennoch Qualifiziert ist, scheitert in vielen Berufszweigen aufgrund fehlender Anerkennung der Qualifikation. Der Arbeitsmarkt kann unausgebildete Helfer nicht brauchen! Und nicht integrieren wie damals viele Türken da sogenannte "einfache Arbeiten" nach Osteuropa und China verlagert wurden. D) VIELEN DANK Hr. HONOLD Der erste sachliche und richtige Kommentar. Eine starke Demokratie braucht keine Verbote. Ich liebe die Freiheit und Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter für die Zigtausende ihr leben ließen. Und finde das Zitat von Voltaire gerade in der heutigen Zeit passend. Wer also mit Staatsanwaltschaft und Verboten hier umsich schmeißt gesteht sich dich nur die eigene Machtlosigkeit und Ideenlosigkeit ein. E) Um Gotteswillen hört doch mit diesem das hatten wir 33 schonmal Blödsinn auf. SS /SA Aufmärsche lassen ja alles gleich so theatralisch wirken, aber damit erschreckt man heute höchstens noch Kinder im Vorschulalter. Das ist auch das Problem eurer 68 Generation. Ihr habt euch einfach nicht weiter entwickelt. Ihr habt jede Diskussion immer mit der Holocaust-Adi-Nazi-Auschwitz Keule erstickt. Und jetzt haben wir den Salat. Menschen die sich sorgen um die Zukunft machen werden ja schon als Nazis hingestellt. Und wozu hat es geführt? Es ist den Leuten Scheißegal wie man sie nennt. Und jetzt gehen euch die Argumente aus weil ihr nie welche gebraucht habt. FAZIT: Vielleicht sollten wir einfach wieder etwas mehr aufeinander zugehen und gemeinsam an unseren Problemen und Ängsten arbeiten. D.h. - Antifa hör auf so faschistisch zu sein - AfD/Pegida hetzt nicht so rum - (Echte) Asylanten erhebt auch mal eure Stimme ( in der BRD darf man das - Stopp mit der Medienverzerrung und durchbrechen der (teils nicht vorhanden) innerrn Pressefreiheit - Fr. Merkel spielen Sie endlich mit offenen Karten Abschließend noch meine eigene Meinung zum Schluss da ich möchte dass obige Punkte Vorurteilsfrei gelesen werden. Ich bin 32 Jahre, weder Anhänger von Pegida/ AfD, kein Freund der Antifa und bezeichne mich selber als Nationalist (für die Nazischreier: wir können den Unterschied gerne im Nachgang ausdiskutieren). Manchmal ist Flucht der einzige Weg. Wer mal in youtube syria war eingibt sieht dass es dort kein Zuckerschlecken ist. Dennoch ist Heimat nicht selbstverständlich und es kann erforderlich sein, dasd man sein Vaterland notfalls mit der Waffe verteidigen muss. Dies würde ich mir von mehr Syrern wünschen, mithezuhelfen Ihr eigenes Land zu retten un nichtirgendwelchen Terrormilizen zu überlassen.
Geri Mugin on Feb 10 2016
Herr Faulkner, sind Sie Wahrnehmunggestört? Ihre geschichtliche Wahrnehmung lässt keinen anderen Schluss zu. Was wurden für Werte in Jahrhunderten in Deutschland aufgebaut? Erstmal gibt es ein einiges Deutschland erst seit 1871 und zum zweiten, meinen Sie das Deutschland des Zwanges und der Unfreiheit? Das Deutschland, in dem geregelt war per Gesetz wer wenn heiraten dar und wer nicht? Wo Leibeigenschaft vorherrschte, wo Buckelei mit Respekt vertauscht wurde? Wo der Herr dem Knecht eine Kugel in de Kopf jagen durfte, weil der gestolpert ist umgekehrt der untergebene zuschauen musste und nichts tun durfte wenn der Herr die Frau des Knechtes vergewaltigte? Das sind nur ein paar der Dinge deutscher Sitten, die erst durch die von Ihnen gerade verteufelten Linken im vergangenen Jahrhundert endgültig abgeschafft wurden. 68 machte Deutschland f Frei und Tolerant. Nachdenken. Oder wollen sie mit der AfD zusammen alles Rückgängig machen?
Willie Benzen on Feb 03 2016
Ich bin auch eine Frau. Ich wohne seit Jahren in einer Siedlung, die vor Ort nicht gerade den besten Ruf genießt - zu viele "Ausländer"... Ich habe noch nie, weder bei Tag noch bei Nacht auch nur einmal Angst gehabt. Im Gegenteil! Ich fühle mich hier geborgen und aufgehoben, mit Respekt und Anerkennung behandelt. Ich freue mich über die Kinder, die in kleinen Gruppen bei erträglichem Wetter spielend durch die Gegend ziehen, habe schon so manch eine spannende nächtliche Diskussion mit Jugendlichen gehabt, die ich auf meinen nächtlichen Spaziergängen mit meinem Mini-Hund getroffen habe. Anstoß war meistens die Frage, ob ich keine Angst hätte, nachts allein durch die Gegend zu ziehen... Die Kinder empfinde ich als außerordentlich wohl erzogen, höflich, freundlich und lustig, die Jugendlichen wie Jugendliche eben so sind - mal rotzig, mal niedlich aber immer wieder bereit, sich auf mich einzulassen. Soviel zum Punkt Frau und Angst vor Migranten in Gruppen. Zum Punkt "Wirtschaftsflüchtlinge" schließe ich mich voll und ganz dem Kommentar von Folker Schmidt an. Abertausende von Deutschen haben Deutschland verlassen auf der Suche nach besseren Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten. Und tun es auch noch heute. Einwanderungsländer sind USA, Kanada, Australien, Schweiz, Österreich, Dänemark, Holland, Großbritannien, Spanien (trotz der Wirtschaftslage dort!), Schweden und etliche andere... Was, bitte schön, ist daran so besonders? Ich selbst habe viele Jahre in den USA und später in Spanien gelebt, ohne dass ich ein einziges Mal als "Wirtschaftsflüchtling" bezeichnet worden zu sein. Im Gegenteil: man ist mir mit Neugier, Offenheit und Wohlwollen entgegengekommen.
Heidi Dettinger on Feb 02 2016
Wer hätte das nach diesem Vortrag nur gedacht, dass Sie AfD'ler sind? [Ironie aus] Für wüste Beschimpfungen bin ich nicht, aber bei so viel Halb- und Unwissen Ihrerseits verspüre ich gerade auch nicht die Lust, auf Ihre Argumente einzugehen. Das würde zwangsläufig auf Beschimpfungen hinauslaufen und diese Zeit nutze ich dann doch lieber, um mit Menschen, die keine Scheuklappen aufhaben und nicht überall Gespenster sehen, über mögliche Problemlösungen zu debattieren, die in der heutigen Welt funktionieren. Ihre Ideen über "UN-geschützte Zonen" (der war gut) oder eine schrumpfende und alternde Bevölkerung, die auch zukünftig noch wirtschaftlich überlebensfähig ist, sind ja schöne Träumereien - mehr leider aber auch nicht. Sie malen hier eine Zukunftsvision, die die Zukunft ausblendet. Für Autoren vielleicht eine brauchbare Fähigkeit, als Politiker hätten Sie sich damit schon disqualifiziert. Wobei, wenn ich mir die AfD und Konsorten so anschaue... Ich sage nur "Waffeneinsatz an den Grenzen". Auf der anderen Seite haben Sie auch Ihr Argument, dass ja nicht die gebildeten Flüchtlinge zu uns kommen, sondern die ungebildeten, selbst ausgehebelt. Die ungebildeten könnten es sich kaum leisten, Schleuser zu bezahlen. Die meisten Flüchtlinge, die ich bisher kennen lernte, hatten einen ähnlichen oder höheren Bildungsgrad wie ich selber. Sie dürfen jetzt gerne mutmaßen, welcher das wohl sein mag. Die Länder waren nicht immer arm und zerbombt, wissen Sie. Lesen Sie sich schlau, schauen Sie sich Bilder dieser Landstriche von vor 20 Jahren an. Vielleicht korrigiert das ein wenig ihr Weltbild, es könnte Ihnen durchaus gut tun. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich beurteile die Situation anders als Sie und ich hoffe, es zeigt sich, dass Sie falsch liegen.
Folker Schmidt on Jan 31 2016
Lieber Stefan Kruecken, ich bin sicher, dass bei Ihnen jeder eine unerwünschte Person ist, wenn er denn eine andere Meinung hat, als Sie! Ist schon klar, hab` ich schon oft gemerkt; macht auch nichts. Was der Falkner da so schreibt teile ich auch nicht, weil es total überzogen formuliert ist. Ganz falsch sind seine Aussagen aber auch nicht alle! Mit diesem Käpt`n können Sie bei der mopo.de wirklich keinen Staat machen. Manchmal hat er Recht, aber oft, ganz oft, muß ich sagen, dass er wohl viel zu oft und zu tief in die Rumbuddel guckt, der alte Seebär!
48Donar48 on Jan 31 2016
Ich bin AfDler und habe die Erfahrung auch gemacht: Gewalt geht immer (nicht manchmal, immer) von den Gegendemonstranten aus! Sie sind auch zu keiner Diskussion fähig, sie wollen das auch gar nicht und lehnen jedes Gespräch mit uns ab! Sie begründen das ideologisch, aber sind wir mal ehrlich, die haben keine stichhaltigen Argumente nur leere Antinazi-Worthülsen, welche sie immerwieder vorbeten. Darüberhinau haben sie nur Trillerpfeifen, Farbbeutel, Pflastersteine, Streichhölzer.........! Ich stehe ab sofort für Hetze, Beschimpfungen und Beleidigungen zur Verfügung. Ich bin Beleidigungsresistent und antworte auch nicht!
48Donar48 on Jan 30 2016
Was schreiben Sie denn da für ein Zeug! Natürlich hat Deutschland eine negative Geburtenbilanz, na und, entscheidend ist doch das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das heißt die Summe aller erwirtschafteten Waren und Dienstleistung des Landes. Durch Modernisierung, Automatisierung, Wissenschaft usw. steigt das BIP immermehr an und damit der Lebensstandard, obwohl seit vielen Jahren die Bevölkerung überaltert. Die verbleibende junge und arbeitsfähige Bevölkerung erwirtschaftet aber trotzdem ein weiter steigendes BIP. Irgendwann sterben dann die heute zahlenmäßig starken und älteren Generationen (ich werde auch mit dabei sein), die Bevölkerung wird dann stark schrumpfen.Na und! Wir kommen dann bei kleinerer Bevölkerung mit einem kleineren BIP aus (bei gleichem und sogar höherem Lebensstandard). Wir haben somit keinen Fachkräftemangel und auch keinen Arbeitskräftemangel. Wir haben nur ein Verteilungsproblem. Ein Problem hat nur die Machtelite, denn die Industrie kann dann auch entsprechend schrumpfen, weil wir keine so große Industrieproduktion mehr brauchen. Unsere Machtelite und unsere Industriemagnaten haben dann allerdings weniger Macht und Einfluss in Europa und der Welt! Darum geht es! Werfen sie auch nicht die Sache der Deutschen, welche nach Norwegen gehen (das nur als Beispiel) mit den "Wirtschaftsflüchtlingen" in einen Topf. Die Deutschen, welche ins Ausland gehen, sind meist "echte" Fachkräfte und gehen bereits mit Arbeitsverträgen in der Tasche dorthin (ich kenne selber welche). Sie sind somit auch keine Wirtschaftsflüchtlinge (wovor sollen sie auch geflohen sein?); die Norweger (zum Beispiel) haben dann auch keine Veranlassung sie so zu nennen. Ich habe kein Problem damit, wenn sich eine wirklich qualifizierte Fachkraft aus dem Irak (z.B.) mit der Familie hier niederlässt und bleibt. Nur, tun wir den Herkunftsländern (arm, zerbombt und zerstritten) einen Gefallen damit, wenn wir unser vermeindliches Fachkräfteproblem mit ihren Fachkräften zu lösen versuchen? Ich denke nicht! Stellen Sie sich vor, wenn heute die Mittelschicht (und das sind die, welche heute noch die Schlepperbanden bezahlen können) aus diesen Ländern nach Europa abrückt (um die Oberschicht brauchen wir uns keine Sorgen zu machen), dann bleibt die Unterschicht, also die Armen dort zurück! Falls dann in den Ländern wieder der Frieden ausbricht, woran ich ehrlichgesagt nicht so richtig glaube, ist kaum einer da, der den Aufbau organisiert und die Staaten am laufen hält. Die Folge wird Hunger und Elend sein. Der Großteil der nach Deutschland abgewanderten Mittelschicht wird den Teufel tun, aber nicht mehr freiwillig ins Elend zurückkehren. Dann gucken sich die Gutmenschen allerorten wieder an und gackern: da müssen wir helfen, helfen, helfen! Müssen wir dann auch, keine Frage; nur dass ist dann auch wieder nicht die Lösung des Problems! Die Menschenströme müssen sofort auf NULL gestoppt werden, alle auf dem Weg befindlichen Menschen müssen schrittweise in die Gebiete zurückgeführt werden und in UN-geschützen Zonen bessere Zeiten in der Heimat abwarten! Eine ander Wahl haben wir gar nicht und es wird Europa hunderte von Milliarden kosten, da müssen wir durch, wir haben uns das selber eingebrockt! Übrigens bin ich AfDler und stehe ab sofort für Beschimpfungen und Beleidigungen zur Verfügung
48Donar48 on Jan 30 2016
Ich wünsche mir, dass Sie recht behalten lieber Herbert.
Angela von Schlichting on Jan 30 2016
Herr Falkner (oder wie immer Sie heißen), Ihr Beitrag entspricht genau dem Bild was Menschen Ihrer Couleur durchgängig in den sozialen Medien bieten: Unbelehrbar, rückwärts gewandte Sichtweise und Ansichten, Opfer der eigenen Verschwörungstheorien die keiner Überprüfung standhalten und durch keinerlei nachhaltige Beweise gestützt werden. Dafür sind Ihresgleichen immer schnell mit Schubladendenken, Beschimpfungen, dem Vorwurf von Lügen und globalen Vorwürfen bei der Hand anstatt sachlich Details zu diskutieren. Es stimmt, es gibt auch ungesetzliche Antifa-Gruppen die gewalttätig sind (haben wir in Hamburg reichlich Erfahrung mit) und es stimmt, dass man die gewalttätigen Anhänger von AfD, PEGIDA & Co nicht bei den PEGIDA Kundgebungen antrifft - das sind in der Regel so feige Gesellen das sie entweder im Schutz der Dunkelheit die Brandanschläge verüben oder ihn 10:1 Überzahl ganz "mutig" in Gruppen Andersdenkende oder Flüchtlinge/ Ausländer verprügeln oder drangsalieren. Das der "Erfolg" von PEGIDA & Co in unmittelbarere Korrelation zu den sprunghaft angestiegenen rechten Straftaten und Übergriffen auf Migranten (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-12/rassismus-rechtsextremismus-anstieg-straftaten) kann nur ein Blinder verleugnen. Diese Erscheinungen wie PEGIDA, AfD usw. machen Gewalt gegen Minderheiten für viele Menschen wieder "salonfähig" weil sie sich von einer Mehrheit im Lande (die in Wirklichkeit keine ist) moralisch und öffentlich unterstützt sehen. Wenn Sie vor Herrn Schwandt ausspucken möchten dann sollte man Menschen Ihres Schlages direkt auf die Füße ko...... - aber damit würde man sich ja auf Ihr Niveau begeben, was man tunlichst vermeiden sollte. Denn wenn man sich von Menschen Ihres Schlages auf Ihr Niveau herabziehen lässt, dann schlagen Sie einen dort mit Erfahrung.... - das macht es so schwer mit Menschen Ihres Schlages zu diskutieren, denn Diskussion ist ein AUSTAUSCH von Meinungen und nicht der Vorgang sie dem Gegenüber quasi ins Gesicht zu brüllen und mit Kraftausdrücken und Beleidigungen zu garnieren. Eine Diskussion ist nur im gegenseitigen Respekt und dem Bemühen um Verständnis des anderen Standpunktes möglich. Das was Sie mache ist nicht Diskussion sondern Agitation - ganz im Sinne Ihrer offenbaren geschichtlichen Vorbilder. Und um das auch noch einmal klar auszusprechen: Die 68er haben sicherlich nicht alles richtig gemacht - aber ohne sie und ihren Einfluss wäre Westdeutschland nicht aus dem braunen Sumpf herausgekommen und hätte sich nicht die Achtung der FREIEN Welt erworben, da wäre ein ähnlicher totalitärer Murks wie in Ostdeutschland bei herausgekommen. Leider werden das ewig Gestrige, die heute noch vom Heimchen am Herd und dem starken Mann als Kopf der Familie träumen und fabulieren nie begreifen. Respekt, Achtung und Macht bekommt man nicht auf Grund seines Geschlechtes oder seiner Rolle sondern auf Grund von Eigenschaften, Charakter und Persönlichkeit. Sie tun mir leid.
Jochen Honold on Jan 29 2016
Ich will die AfD nicht verbieten, sondern ihr so stark argumentativ entgegentreten, dass genügend viele zur Vernunft kommen. Wenn man sieht, was - gerade ausgelöst durch die Flüchtlingsthematik - in Europa, ja in der ganzen Welt, passiert: Schweden und Dänemark, Niederlande, Frankreich, Polen, Ungarn, Tschechien, Bayern sowieso.... Aber auch in den USA löst schon ein Kontingent von 10.000 Flüchtlingen völlig irrationale Reaktionen aus. Sicher ist die Situation nicht mit 1933 zu vergleichen. Wenn jetzt noch eine Wirtschaftskrise hinzukäme (China, Euro, England,...) und die Flüchtlinge tatsächlich Einschränkungen für uns Wohlstandsbürger bedeuten sollten oder es passiert ein massiver Anschlag in Deutschland, dann fürchte ich um unsere ach-so-starke Demokratie und unsere "abendländische" Wertegemeinschaft. Ich denke auch, dass sich solche Parteien nicht unbedingt so proletenhaft wie ein Schill verhalten müssen.
Atlang on Jan 27 2016
Ich denke eine starke Demokratie muss mit so einer Bewegung auch auf demokratischem Wege klar kommen, sonst hat die andere Seite schon halb gewonnen wenn man mit Verboten und Ausgrenzung arbeitet wie sie es ja auch wollen. Und der Vergleich mit 1933 hinkt in meinen Augen: Da war nicht nur die Demokratie noch sehr jung, da waren vor allem ganz andere wirtschaftliche Verhältnisse: Die Wirtschaft war am Boden, den Leuten ging es schlecht - das ist momentan genau andersherum. Klare Kante zeigen: Natürlich. Denen das Feld überlassen? Natürlich nicht! Aber wenn sie im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehen dann sehen auch viel mehr Menschen was für blödsinnige Thesen sie vertreten, das sie nur Pläne für "dagegen" haben aber keine umsetzbaren konstruktiven Pläne. Wenn sie in einer Wahl 10-15-20% bekommen, dann ist das zwar auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite nimmt es ihnen aber auch eins ihrer Hauptargumente: Das sie angeblich die schweigende Mehrheit repräsentieren. Und einige von den weniger fanatischen wachen dann vielleicht auch auf wenn sie sehen das es nicht so ist und das sie sich von einer extremen Minderheit mit fadenscheinigen Argumenten und vorgespiegeltem "Wir-Gefühl" haben verführen lassen. Was aber vor allem wichtig ist: Die etablierte Politik muss Gas geben um Lösungen für die vorrangigen Probleme zu finden, nicht Schnellschüsse wie das Gesetz für schnellere Abschiebungen: Da wird dann drin festgelegt das straffällige Ausländer die aus humanitären oder politischen Gründen NICHT abgeschoben werden können keine Sozialleistungen mehr bekommen - da kann man sich doch an 3 Fingern abzählen wie die sich dann über Wasser zu halten versuchen... Mit solchen Schnellschüssen die mehr auf "Volkes Wille" oder Stimmungen schielen anstatt sachliche Lösungen zu erzeugen wird man die Probleme sicherlich nicht lösen sondern eher noch verschärfen....
Jochen Honold on Jan 27 2016
Frau Gippert, ich bin generell bei Ihnen, jedoch beim Punkt "Wirtschaftsflüchtlinge" absolut nicht. Deutschland hat seit vielen Jahren mit einem Rückgang der Geburtenrate zu kämpfen, die Industrie beklagt seit langem einen Fachkräftemangel, den der deutsche Nachwuchs nicht decken kann. Wenn jetzt sogenannte "Wirtschaftsflüchtlinge", also Menschen, die bereit sind, hart zu arbeiten, um ihren eigenen Lebensstandard zu verbessern, nach Deutschland kommen, kann ich daran per se nichts Schlechtes erkennen. Diese Menschen leben oftmals weit unterhalb der Armutsgrenze, können sich und ihre Familie in den meisten Fällen kaum oder gar nicht ernähren und möchten daran etwas ändern. Das ist in ihren Heimatländern meist nicht zu machen, also wandern sie aus. Ich kenne auch Deutsche, die z.B. nach Norwegen ausgewandert sind. Nicht, weil die Landschaft dort so schön ist, oder das Klima so gesund. Sie sind dorthin gegangen, weil sie dort einen Markt gefunden haben, wo ihre Fachkenntnisse mehr gebraucht werden als hier in Deutschland. Wo besser dafür bezahlt wird. Die Norweger bezeichnen diese Menschen nicht als Wirtschaftsflüchtlinge. Ich finde es schade, dass Menschen, die unserer Wirtschaft gut tun und die bereit sind, sich zu integrieren und sich in einem fremden Land ein neues Leben aufzubauen, so abfällig bezeichnet werden. Ich hoffe, dass Sie in diesem Punkt vielleicht noch einmal über Ihre Einstellung nachdenken. Auch hier muss man keine Gespenster sehen, wo keine sind. :)
Folker Schmidt on Jan 27 2016
Herr Falkner, sofern das Ihr richtiger Name ist. Ihre Beleidigungen sind unerträglich. Ich werde Ihren Beitrag unserem Anwalt übergeben. Sie sind hier ab sofort eine unerwünschte Person. Stefan Kruecken, Verlagsleitung Ankerherz
Stefan Kruecken on Jan 27 2016
Lassen wir sie erst mal in die Parlamente? Ich halte das für gefährlich. Die AfD wird nicht in die Regierungsverantwortung kommen. Sie wird eine Plattform haben, ihre populistischen Forderungen herauszuposaunen. Wir können doch nicht jeder unsinnigen Bewegung unsere Parlamente zur Demonstration ihrer Untauglichkeit überlassen. Es muss auch möglich sein, dass die Vernunft siegt, ohne nach dem Prinzip zu handeln "der klügere gibt nach." 1933 haben auch viele gedacht: Lass die mal ran, dann sieht das Volk schon, dass die nichts können. Wir sollten aus unserer Geschichte lernen und so einen Fehler nicht wiederholen. Wenn wir allerdings Lehrer wie Björn Höcke auf unsere Kinder losassen, ist kaum mit einer Verbesserung der Lernfähigkeit zu rechnen. Erfolge solcher Parteien hat ja offensichtlich zur Folge, dass unsere etablierten Parteien sich überschlagen, deren Forderungen zumindest teilweise zu übernehmen. Wehret den Anfängen, Kante zeigen!
Atlang on Jan 27 2016
Herr Kapitän Schwandt, man merkt Ihnen Ihr Alter nicht an. Sie schreiben, wie ein naiver, dummer Junge. Aus Ihnen spricht das Gift der 68'er, das Gift der "Frankfurter Schule". Aus Ihnen spricht die Indoktrination von linken Hetzern, wie Habermas, Adorno und Horkheimer. Sie stehen für den Generationenkonflikt, für den Bruch der Generationen und für die Entwertung der Werte, die sich dieses Volk in Jahrhunderten geschaffen hatte. Ihnen und Ihrer 68'er Mischpoke, haben wir ein krankhaft gestörtes Verhältnis großer Teile unserer Bevölkerung zu ihrer eigenen Identität zu verdanken. Sie sollten sich schlicht was schämen! Ihre Wahrnehmung ist derart gestört, dass Sie die Ursache der gegenwärtig angespannten Situation, die Verbrechen der Silvesternacht, die an hunderten von Frauen verübt wurden, gerade einmal indirekt in einem Nebensatz erwähnen. Sie schreiben von SA-Aufmärschen, wenn Sie AfD und PEGIDA sehen? Da muss ich Ihnen sogar recht geben. Bei AfD- und PEGIDA-Demos sind tatsächlich Schlägertruppen unterwegs, nämlich die der Antifa, die skrupellos auf wehr- und arglose Bürger ein drischt und Polizei-Beamte mit Feuerwerkskörpern, Pflastersteinen und Tränengas attackiert. Das ist Ihre eigene SA, Herr Kapitän Schwandt, die Sie dort gesehen haben! Sie, Herr Kapitän, sind das Opfer einer Indoktrination, das Opfer von Lügen, die Ihnen bereits mit der Muttermilch eingeimpft wurden. Das kann man Ihnen nicht vorwerfen. Aber was man Ihnen durchaus vorwerfen kann ist, dass Sie es bis ins hohe Alter nicht geschafft haben, sich von dieser Indoktrination zu befreien und sich selbst eine realistische Sicht auf Kriegstreiber, wie Churchill oder Roosevelt zu erarbeiten. Sie haben immer nur das gefressen, was Ihnen vorgesetzt wurde, statt sich selbst zu informieren, wie es ihre Pflicht gewesen wäre. Wenn Sie die Wahrheit wüssten, würden Sie sich in Grund und Boden schämen für das, was Sie ihren Eltern angetan haben. Herr Kapitän Schwandt, Sie sind eine Schande! Man kann nur vor Ihnen ausspucken! Ihre Generation ist eine verlorene Generation! Sie sind ein typischer Vertreter dieser Generation. Nichts Besonderes also. Es wird Zeit, dass Ihre ganze 68'er Generation abtritt. Sie haben genug Unheil angerichtet!
Thorsten-Wilhelm Falkner on Jan 26 2016
Jutta Ditfurth hatte es viel früher als die FAZ geschrieben und gesagt. Übrigens nicht nur über die AfD berichtete sie - auch über die ganzen neu-völkischen Bewegungen, die von Elssässer und Jebsen angeführt werden unter dem Decknamen von "Mahnwachen für den Frieden"
José Antonio Roque Toimil on Jan 26 2016
Also ich weiß nicht auf welchen Demos Sie waren, ich war zumindest schon auf vielen AfD Demos im Osten des Landes. Gewalt gab es ausschließlich von Gegendemonstranten. Einmal hat sich ein Demo-Teilnehmer mit Pfefferspray gewehrt, nachdem er von einer Antifa-Gruppe angegriffen wurde. Ich weiß nicht, wo Sie so etwas erlebt haben, ich kann das zumindest nicht bestätigen.
Ralf Gareis on Jan 26 2016
Ich bin eine Frau. Jeden Tag fahre ich mit der Straßenbahn durch Köln, auf dem Weg zur Arbeit. Am Neumarkt muss ich umsteigen, oft ist es dann bereits dunkel am Abend und die Gestalten denen ich mitunter begegne sind wenig vertrauenerweckend. Nicht alle davon sind Migranten, aber viele und gerade wenn ich diesen in Gruppen begegne mache ich einen Bogen um sie. Das ist kein unbegründetes Vorurteil, es ist Erfahrung...und seit Silvester habe auch ich ein mulmiges Gefühl und neuerdings ein Pfefferspray in der Tasche und einen Alarmpieper in Griffweite. Wir haben ein Problem, das lässt sich nicht leugnen. Es wird schwierig werden all den jungen Migranten und Flüchtlingen einen Respekt vor Frauen beizubringen, der in ihren Ländern systematisch und von oberster Stelle ausgemerzt wurde durch Erziehung und Hassreden. Aber...ich lasse mich nicht von Pegida und AfD zu deren Instrument degradieren! All die Besorgnis um das Wohl und die Sicherheit von uns Frauen dient doch lediglich dazu ihre widerlichen und hasserfüllten Ansichten zu propagieren. Als könne man Hass mit Hass bekämpfen! Sie tragen Plakate vor sich her, auf denen steht: Das ist unser Land Frau Merkel! Ja, aber wisst ihr was? Das ist auch mein Land! Und in meinem Land will ich keinen Hass, keine Hetzreden und keine Gewalt unter dem Deckmantel rechtschaffender Empörung! In meinem Land will ich einen Rechtsstaat, der Täter schnell und hart, aber auch gerecht bestraft. In meinem Land will ich Respekt für Frauen von jedem, und zwar von Migranten ebenso, wie von deutschen Männern, sei es nun auf dem Domplatz oder auf dem Oktoberfest! In meinem Land, will ich Politiker, die sich nicht nur um ihre Wählerstimmen kümmern, sondern auch im Blick behalten was für das Land gut ist...und eine Grenzschließung würde wenig bringen, denn die Flüchtlinge werden sich nicht in Luft auflösen. Sie würde unsere Wirtschaft aber Milliardeneinbußen kosten und die, die heute auf der Straße laufen und schreien, sind dann vielleicht auch die, die sich demnächst auf dem Weg zum Arbeitsamt wiederfinden! Ich will, dass Wirtschaftsflüchtlinge ausgewiesen werden, aber Kriegsflüchtlinge hier Schutz und Hilfe finden.Ich will, dass die Menschen sich zuerst umfassend informieren, um sich eine Meinung zu bilden, anstatt nur zu hören was sie hören wollen und dem am lautesten blöckenden Schaf zu folgen! Ich will ein Land, in dem die Würde eines Menschen an oberster Stelle steht. Das ist auch mein Land, liebe AfD und Pegida. Und das lasse ich mir von euch nicht kaputt machen!
Nina Gippert on Jan 26 2016
Frau von Schlichting, mit der Aussage , der Rechtstaat habe zu lange gezögert, haben Sie zweifellos recht. Doch wenn man sich die daraus erwachsenden Komplikationen vorstellt , kann einem bange werden.
Herbert Strasser on Jan 25 2016
Ich fürchte mit dieser Einschätzung liegen Sie daneben - so sehr ich mir wünschen würde, Sie hätten recht. Die rechtsradikale Bewegung ist jedoch diesmal keine EIntagsfliege. Sie ist gut vernetzt, sie ist europaweit aktiv, sie wird massiv finanziell unterstützt und sie hat massenhaft Anhänger. Sie hat es, wie keine andere Bewegung geschafft die Medien für sich einzunehmen und die gesamte Politik, über alle Parteigrenzen hinweg, tanzt vor Angst nach ihrer Pfeife. Sie hat trotz über 1000 Anschlägen, die auf ihr Konto geht, dennoch nichts von Polizei und Staatsanwaltschaft zu befürchten, die noch immer auf dem rechten Auge stockblind sind. Selbst der Verfassungsschutz kümmert sich kaum um diese offensichtlich demokratiefeindliche Bewegung und ihre Auswüchse. Machen wir es kurz: Der Rechtsstaat hat versäumt, sich rechtzeitig zu wehren und die Demokratie zu verteidigen. Das Ergebnis sehen wir jetzt und es macht mir von Kopf bis Fuß Gänsehaut. Ich kämpfe argumentativ seit etwa drei Jahren mit meiner FB Seite gegen Rechte. Es gibt viele, die das tun, ich bin nicht die Einzige. Aber es wird dennoch jeden Tag schlimmer, weil die Gesellschaft ein wirklich gefährliches Problem seit Beginn der ersten Radikalisierungszeichen klein redet und sich auch nicht mit den Gründen für diese Radikalisierung befasst (Schere zwischen Arm und Reich und zunehmende Existenznot bei fehlender Solzialpolitik). Die Bundestagswahl 2017 ist das Ziel und der Grund für all die Hetze und die Macht, mit der rechtsradikale Parteien und Gruppierungen so vermehrt arbeiten. Und ich befürchte, dass ihre Hetze Früchte tragen wird.
Angela von Schlichting on Jan 25 2016
Ich mache mir keine großen Sorgen. Ich habe in meinem Leben etliche dieser politischen Eintagsfliegen erlebt, an einer war ich sogar selbst beteiligt, was mich lehrte , künftig die Finger von so Etwas zu lassen. In jedem Fall verlief es nach dem gleichen Schema: hochgejubelt von den Anhängern als Rettung des Vaterlandes , umschmeichelt als Spielzeug der Medien, begeisterte Zustimmung bei Umfragen, erste kleine Erfolge bei Komunal-und Landtagswahlen und dann - peng - die Bundestagswahl und mit ihr der große Sturz in die Versenkung. Denn all die begeistert Zustimmenden gingen größtenteils gar nicht zur Wahl oder es verließ sie der Mut, etwas Neues zu riskieren. Dann natürlich Schuldzuweisungen , Schuldig waren immer die bösen Anderen, nur nicht man selbst. Und ein Jahr später kannte man nicht einmal mehr den Namen dieser "Partei". Warum sollte es der AfD anders ergehen, wo doch der Ablauf der Destruktionspirale bereits deutlich zu erkennen ist
Herbert Strasser on Jan 25 2016
Ich stimme Ihnen zu , Herr Kruecken, es wäre längst an der Zeit, daß die Staatsanwaltschaft aktiv wird. Dennoch kann ich mich aus menschlichem Empfinden eines gewissen Mitleids mit den vielen unbedachten und gutgläubigen Mitläufern der AfD nicht erwehren.
Herbert Strasser on Jan 25 2016
Lieber Herr Strasser, das mag sein. "Zutiefst menschlich" ist das aber nicht, sondern eher ein Fall für den Staatsanwalt.
Stefan Kruecken on Jan 25 2016
Es ist das Wesen derartiger hermetischer Organisationen wie AfD oder PEGIDA, mögen es nun Parteien, Religionen oder Sekten sein, sich gegen alles von außen abzuschotten, Außenseiter als feindlich einzuschätzen und sich nur in der eigenen kleinen Gemeinschaft unter Gleichgesinnten geborgen zu fühlen. Eigentlich ein zutiefst menschlicher Wesenszug. Ich empfehle zum Studium den Lehrfilm " Die Welle", in dem ein entsprechendes Experiment an einer US-Schule beschrieben wird. Das gleichnamige Buch ist von Morton Rhue
Herbert Strasser on Jan 25 2016
Lieber Kapitän Schwandt, das, was wir hier täglich an Beschimpfungen und Hassausbrüchen über uns ergehen lassen müssen hat eine neue und beängstigende Qualität. Und wenn man uns vor einen Volksgerichtshof stellen will, sehe ich dem in aller Ruhe entgegen. Glauben diese Maulverbrecher tatsächlich, das unsere heutigen Verbündeten das zulassen? Und glauben die tatsächlich, dass es danach jemals wieder ein Deutschland geben wird? Ich denke, jede Amöbe hat mehr Gehirn. Der, der Sie zum Sterben schicken wollte, ich reagierte bereits darauf, hat sich mit Sicherheit nie mit deutscher Geschichte beschäftigt, andere auch nicht. Dann hat auch unser Bildungssystem seit 1945 total versagt. Ja, wir müssen zusammenhalten und dürfen nicht schweigen. Frau Merkel macht in dieser Sache alles gut.
Willie Benzen on Jan 25 2016
Diesen "Bodensatz" der Gesellschaft hat es leider immer gegeben und es wird ihn wohl auch leider immer geben - eine gesunde Demokratie muss auch mit solchen Erscheinungen zurecht kommen, auch wenn es manchmal schwerfällt. Immer wenn die Zeiten etwas kritisch werden oder Probleme auftauchen gibt es Leute die nicht die Ursachen der Probleme sondern nur deren Symptome bekämpfen wollen. Das führt naturgemäß nicht nachhaltig zum Ziel sondern bestenfalls zu kurzfristigen Entlastungen - meist um nachher umso größer als Problem wiederzukommen weil das eigentliche Problem halt nicht gelöst wurde und im Hintergrund wuchs. Viele der Afd- und PEGIDA-Anhänger scheinen nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete zu denken und scheinen sich auch aktiv zu weigern Zusammenhänge zu sehen oder gar zu erkennen - sonst lassen sich so dämliche Forderungen wie "Grenzen dicht" und "Grenzzäune bauen" nicht erklären. Es wird dringend Zeit das wir Wahlen bekommen - und das die AfD & Co 10-15% bekommen um in die Parlamente zu gelangen. Was sich auf den ersten Blick wie ein Schreckens-Szenario anhört wäre in Wirklichkeit der erste Schritt um sie gegenüber jedem der seinen Verstand noch ansatzweise benutzt zu demaskieren: In allen Parlamenten wo Mitglieder von Parteien dieser Couleur bisher eingezogen sind haben sie (meist unabsichtlich) deutlich gemacht wie unfähig sie sind Politik zum Wohl des Bürgers und über den Tellerrand ihrer arg beschränkten Sichtweise zu machen. Es reicht halt in der Politik (und im täglichen Leben) einfach nur GEGEN etwas zu sein, man muss auch praktikable und umsetzbare Pläne haben WIE man etwas machen möchte. Und da mangelt es in der Regel. In Hamburg haben wir ja Erfahrungen damit - schon früher mit der Schill-Partei und auch jetzt mit den mehr als schwachsinnigen Anfragen der AfD in der Bürgerschaft (http://www.mopo.de/hamburg/noch-mehr-sinnlose-anfragen-so-blamiert-sich-hamburgs-afd-in-der-buergerschaft-22366638). Die tun wirklich alles um als seriöse Gesprächspartner oder ernstzunehmende Politiker nicht wahrgenommen zu werden - was aber bei vielen von ihnen auch Kalkül sein dürfte: Ein nicht geringer Teil von denen ist nur darauf aus eine zweifelhafte politische Karriere zu machen um an die Töpfe der Demokratie zu kommen: Sobald sie Diäten beziehen ist der Elan erloschen und man macht nur noch das was man den etablierten Politikern immer vorwirft:Man kassiert ab ohne eine brauchbare Gegenleistung dafür zu liefern. Lassen wir sie in die Parlamente - als Minderheiten. Und schauen zu wie sie sich selbst disqualifizieren, wie sie lernen müssen das niemand mit ihnen zusammenarbeiten will, wie die Wirtschaft auf Distanz von ihnen geht und wie sie dabei versagen das System von innen zu ändern. Das Flüchtlingsproblem dieser Welt wird sich nicht deutschlandweit und auch nicht europaweit lösen lassen - das ist eine umfassende globale Aufgabe die weit über das Lösen des Syrien-Konflikts hinausgeht. Dazu muss sich in der Weltwirtschaft und in den Strömen des Geldes und des Profits in nur eine Richtung (auf die Nordhalbkugel des Globus) etwas nachhaltig ändern, sonst kommen die Bewohner der Südhalbkugel halt her um etwas davon abzubekommen. Das wird eine Herkules-Aufgabe internationaler Politik werden - das werden ganz bestimmt keine Menschen schaffen deren Horizont schon am Ortsrand, spätestens jedoch an der Staatsgrenze endet.... Aber bis da auch nur Ansätze von Lösungen in Sicht kommen werden sollten wir eins nicht vergessen, was diese rechten Gesellen stumpf ignorieren: Die moralische Pflicht und das Gewissen sich um Menschen zu kümmern denen es viel, viel schlechter geht als jedem von uns hier!
Jochen Honold on Jan 25 2016

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