Große Suche nach vermisstem Seemann vor Helgoland

Vor Helgoland lief am heutigen Samstag eine große Suche nach einem vermissten Seemann. Der 41-jährige war vom fast 400 Meter langen Großcontainerschiff HMM Gdansk in die Nordsee gestürzt. Bei Einbruch der Dunkelheit musste die Suche ergebnislos abgebrochen werden.

„Mayday!“ Kurz vor 10 Uhr erfuhr die Seenotleitung Bremen, dass ein Seemann vermisst wurde. Zuletzt war er gegen 5 Uhr an Bord gesehen worden. Vermutlich stürzte der 41-jährige Philippino von Bord des fast 400 Meter langen Containerschiffs HMM Gdansk (Flagge: Panama).

Große Suche nach Seemann

Die Schiffe der HMM-Reihe gehören aktuell zu den größten der Welt (hier findest Du mehr Informationen im Ankerherz Blog). Das Schiff war auf dem Weg nach Hamburg und fuhr etwa 30 Seemeilen (rund 56 Kilometer) nordnordwestlich von Helgoland.

 

Die Seenotretter sendeten ein „Mayday Relay“ aus. Damit baten sie die gesamte Schifffahrt im Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe. Gleichzeitig leiteten sie eine groß angelegte Suche ein. Daran beteiligten sich neben mehreren Seenotrettungskreuzern auch insgesamt neun Behördenschiffe, darunter auch die Mehrzweckschiffe „Neuwerk“ und „Mellum“. Auch das Zollschiff „Helgoland“, das Containerschiff „Bianca Rambow“ und mehrere Windparkschiffe suchten nach dem Vermissten. Aus der Luft hielten die Crews von Ölüberwachungsflugzeugen und Helikoptern die Augen offen.

Der aktuell größte Containerfrachter der Welt: die HMM Algercias. Foto: HMM

Drei Meter Wellengang

Die Sicht war gut, doch der Seegang mit drei Meter Wellengang „herausfordernd“, wie es im Einsatzbericht heißt. Traurige Nachricht: Mit Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz gegen 19 Uhr abgebrochen. Für den Seemann gibt es keine Hoffnung mehr.

 

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