Havarie vor Antwerpen: Wieder ein chinesischer Großfrachter

Mit einem Mal steckte dieser Riese tief im Sand…

Vor dem Hafen von Antwerpen – dem zweitgrößten Seehafen in Europa – ist gestern ein Großcontainerschiff auf Grund gelaufen. Das 366 Meter lange Schiff der chinesischen Reederei befand sich auf dem Weg nach Hamburg, als es wegen “eines technischen Defekts” manövrierunfähig wurde und in der Westerschelde auf Grund lief. Dies berichtet die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

Havarie vor Antwerpen

Für einige Stunden versperrte die “CLCS Jupiter” die Einfahrt des Hafens von Antwerpen. Vom frühen Nachmittag an durften Schiffe mit einer Länge von bis zu zweihundert Metern vorbeifahren; für kleinere Schiffe und Privatboote war die Passage auch vorher schon möglich.

Tausende Schaulustige strömten zum Havaristen, der gut sichtbar nahe der Ortschaft Bath aufgelaufen war. Zwölf Schleppern gelang es schließlich bei auflaufendem Wasser, den gestrandeten Riesen bei einer schwierigen Operation freizubekommen. Das Schiff wird aktuell untersucht und muss repariert werden.

 

Die Strandung weckt ungute Erinnerungen in Hamburg. Ein Schiff dieser Reederei, die “CSCL Indian Ocean”, war vor knapp 18 Monaten in der Unterelbe nach einem “technischen Defekt” auf Grund gelaufen und konnte erst nach einigen Tagen freigeschleppt werden. Seinerzeit heizte die Havarie die Debatte um den Sinn und Zweck der Riesenschiffe auf der Elbe an. Eine Blockade des Hafens durch ein manövrierunfähiges Großcontainerschiff ist für Alle, die in der Hamburger Hafenwirtschaft arbeiten, ein schlimmes Szenario.

 

Gegen die besten Geschichten alter Kapitäne ist dieser Vorfall ein Klacks – lest mehr in “Orkanfahrt” & “Wellenbrecher.”

 

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