HEIMATHÄFEN 2014 – Kreuzfahrt vor der eigenen Haustür

Heimathäfen 2014 – eine Reise ging über die Nordsee, eine zweite – eine Premiere für uns – über die Ostsee. Von Sylt nach Kopenhagen und Helgoland bis Rügen. Lest den Blog von Bord. Es war wieder wie ein große, schwimmende Klassenfahrt.

+++ Tag 1. HAMBURG, HAFEN, Grasbrook-Kai. Auslaufen +++

Leichte Bewölkung, 22 Grad, versprach die Vorhersage. Die Realität: Es schüttet vom Himmel, als wolle der Allmächtige die MS Hamburg versenken. Hamburger Wetter. Hat schon Tradition beim Auslaufen der HEIMATHÄFEN, der Kreuzfahrt vor der Haustür. Im vergangenen Jahr, bei der Premiere mit Axel Prahl: Unwetterwarnung, Windstärke acht.

Was ist dagegen schon der Regen?

Vielleicht ein gutes Omen: schlechtes Wetter, gute Stimmung. Die ANKERHERZ-CREW bereitet sich auf den ersten großen Abend an Bord vor. Uwe Fellensiek liest in den Büchern, die Musiker Franz Plasa, Heinrich von Handzahm sind beim Soundcheck in der Lounge. Albertus Akkermann wartet schon an Deck. Gleich laufen wir aus.  Mit dem Akkordeon die Elbe runter. 420 Passagiere an Bord, bis auf die letzte Kabine belegt.

Erstes Ziel: Seehafen Emden. Der Wetterbericht verspricht: Sonne. Uns jetzt schon egal.

Wir haben die Sonne im Herzen.

+++ Tag 2. Gammeln in Emden +++

Seehafen Emden, 25 Grad, Sonnendeck. Der Geruch vom Grill. Sonnenstrahlen glitzern im Hafenbecken. Es gibt Landausflüge, aber das muss heute nicht sein. Gammeln in Emden. Einige liegen auf den Pritschen und lesen in INSELSTOLZ. Schöner, langer Abend gestern in der Lounge gewesen, mit Lesung von Uwe Fellensiek. Danach Musik von Franz Plasa und Heinrich von Handzahm. Und eine improvisierte Geburtstagsparty von Kerstin aus dem Team der Reederei Plantours. Es fühlt sich schon jetzt ein bisschen an wie Klassenausflug.

+++ Tag 3,  SYLT! +++

Sylt kommt steuerbord in Sicht, Ellbogen, der kleine Leuchtturm. Über dem Sonnendeck liegt die Musik von Albertus Akkermann. Freibier. Der Himmel ist nordisch weit, wolkenlos, die Temperatur wie perfekt eingestellt. Selten schmeckte ein Drink besser. Wir tendern rüber nach List. Füße im warmen Sand, eine Strandbar, ein Plausch mit Bine Pöhner, der Austernprinzessin, die über das Inselleben erzählt.

Kreuzfahrt vor der eigenen Haustür – wer braucht schon die Karibik?

++ Tag 4, Helgoland & Königin auf der Elbe ++

Tenderboote raus, rüber auf den roten Felsen im Meer. Noch immer Postkartenwetter, nicht zu glauben. Vor einem Jahr, bei der Premiere der Heimathäfen, konnten wir wegen des hohen Wellengangs nicht aussteigen. Dann eine Überraschung in der “Bunten Kuh”: Andreas Peters, der Schatztaucher aus unserem Buch INSELSTOLZ, ist mit seiner Frau extra vom Festland herübergekommen, um die Crew der Heimathäfen zu begrüßen. Wiedersehen bei Krabbenpfanne & Pils.

Beim Captain´s Dinner schieben sie gerade die Eisbombe herein, als Unruhe aufkommt: Die Queen Mary an steuerbord! Mit einem Tempo, über den sich jeder Offizier während einer Rettungsübung freut, strömen die Passagiere der MS Hamburg auf die Decks, um Erinnerungsfotos zu schießen. Blaue Stunde über der Elbmündung. Einer der Höhepunkte unserer Tage auf der Nordsee. Vier Tage liegen hinter uns: Hamburg, Emden, Sylt und Helgoland.

Wenig später versammeln sich alle Gäste wieder in der Lounge: Farewell-Abend mit Musik. Franz Plasa, Heinrich von Handzahm un Albertus Akkermann geben noch einmal Alles. Der erste Teil der Heimathäfen – die Nordsee-Reise – geht zu Ende. Es wird noch eine lange Nacht. Die MS Hamburg steuert über den Nordostseekanal nach Kiel. Auf der Ostsee geht es weiter. Nächster Hafen: Kopenhagen.

++ Tag 5, Kiel. Sturmwarnung ++

Warnstufe Orange: Der Seewetterdienst meldet bis zu Windstärke 8 und Wellenhöhe bis zu vier Metern für den Abend. Kann eine launige Überfahrt nach Kopenhagen werden. Wir haben gerade das Lese-Programm umgestellt: Uwe Fellensiek liest nachher über Sturm und Seenotretter.

Launige Szenen auch an der Security: “Wikinger” Christian Timm vom Museum Haithabu, der an Bord über die Sitten der alten Nordmänner sprechen will, wurde aufgehalten. Die Sicherheitsleute waren ganz ergriffen vom Breitschwert, das sie in seinem Gepäck fanden…

++ Tag 5. Im Sturm nach Kopenhagen.++

Wind der Stärke 8. Vier Meter Welle. Die Vorhersage verspricht eine Achterbahn, als unsere MS Hamburg die Kieler Förde verlässt. Wir beobachten den Sturm mit einem Pils vom Sonnendeck. Mutig, wie der Pilot in der See übersetzt zum Pilot Boat. Abends dann versammeln sich alle Passagiere in der Lounge, zur Lese-Revue mit Musik und den Büchern von Ankerherz. Das Programm haben wir umgestellt – Uwe Fellensiek liest Sturmgeschichten.

Einer an Bord schmunzelt, als er am nächsten Morgen beim Frühstück von Passagieren angesprochen wird, dass es ja ganz schön geschaukelt habe. Kapitän Schwandt, Jahrgang 1936, bekannt aus der Ankerherz-Kolumne in der Hamburger Morgenpost. “Was? Das bisschen Wind auf dem Ententeich soll ein Sturm gewesen sein”, brummt er nur.

++ Tag 6. Kopenhagen ++

Ein Sonnentag in der dänischen Hauptstadt, mit einem prima Liegeplatz. Von Bord unserer MS Hamburg kann man zu Fuß in die Innenstadt spazieren. Alle an Bord vertreten sich die Beine, darunter auch Schauspieler Uwe Fellensiek. Abends dann die nächste große Lese-Revue in der Lounge, mit echten Geschichten vom Meer und der Musik von Heinrich von Handzahm und Franz Plasa. So viel Spaß an Bord…

++ Tag 7. Die Bernsteinkönigin ++

Wir liegen in Mukran bei Sassnitz und eine Königin kommt an Bord. Maxi Diwisch, die deutsche Bernsteinkönigin, erzählt im Talk mit Moderator Uwe Bahn alles über das Gold der Ostsee. Als hätten wir ein Sonnen-Abo auch auf dieser Reise, scheint die Sonne über das Deck. Albertus Akkermann spielt Lieder vom Meer, das Pils ist kalt und die Heimathäfen-Tour 2014 soll ewig weitergehen. Abends dann der nächste Höhepunkt in der Lounge: der Schauspieler Stephan Benson liest Geschichten von Ankerherz. Heinrich von Handzahm und Franz Plasa verzaubern mit ihrer Musik, und manch einer erlebt in dieser Nacht den Aufgang der Sonne.

++ Tag 8. Flensburg. Am Ende ++

“Wo früher mal die Leber war, da ist jetzt eine Mini-Bar.” Das singt Albertus Akkermann übers Sonnendeck, als wir in Flensburg festmachen. Bringt die Dinge gut auf den Punkt. Es war eine lange Nacht in der Lounge. Flensburg, letzter Tag der Heimathäfen 2014: Flensburg im Sonnenschein, Segler auf der Förde, die Rum-Regatta startet. Wir schlendern an der Wasserkante entlang und treffen einige Piraten. Sie reden mit dem breiten Akzent von Köln-Nippes. Ein Fischbrötchen, noch ein Pils in der Sonne, Musikanten spielen. Was für ein Abschluss…

 

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[…] wieder sind wir von Ankerherz auf Schiffen unterwegs. Auf der MS Hamburg zu den HEIMATHÄFEN, der Kreuzfahrt vor der eigenen Haustür. Aber auch auf Frachtern. Hier einige der schönsten […]
Die #5 - Bullaugen : Ankerherz Verlag on Jan 15 2015

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