HEIMATHÄFEN 2017 – Sylt, Lechtenbrink und ein Traum auf See

In manchen Momenten stimmt einfach Alles. In manchen Momenten denkt man, dass man einfach mal die große „Pause“-Taste drücken möchte. Als wir Helgoland verließen war für mich ein solcher Moment. Nebel waberte über der Nordsee, ein leichter Film, und mittendrin stand eine Abendsonne wie hingemalt. Die Nordsee gab sich als Mittelmeer, mit einem warmen, zauberhaften Licht wie in einem Gemälde von William Turner. Es war ganz still über dem Meer und die MS Hamburg schob sich hinein in die Sonne.

Ich war schon viele Male unterwegs auf dem Meer, aber diese Minuten waren besonders.

Was war sonst der Höhepunkt der Heimathäfen 2017, die zum siebten Male ausverkauft waren? Jeder der vierhundert Passagiere an Bord wird diese Frage anders beantworten. Vielleicht war es der Moment, als wir hinter dem Sylter Ellenbogen abbogen und dicht unter dem kleinen Leuchtturm vorbei kamen. Vielleicht war es der Abend in der Lounge, als die Schauspiel-Legende Volker Lechtenbrink aus „Inselstolz“ vorlas, dem Buch, das die Grundlage zur Kreuzfahrt ist? Oder war es Helgoland, der Nachmittag mit zehntausenden Seevögeln an der Langen Anna und einem Bier in der „Bunten Kuh“?

Heimathäfen 2017 – die persönlichste Kreuzfahrt der Nordsee

Die „Heimathäfen“ haben wieder gezeigt, warum sie sich zu einer der erfolgreichsten und beliebtesten Kreuzfahrten auf der Nordsee entwickelt haben.

„Entdeckungsreise vor der eigenen Haustür“ haben wir das Konzept genannt, und das ist nicht übertrieben. „So habe ich die Inseln noch nie erlebt“, sagte mir eine Passagierin. Sie werden persönlich erlebbar, durch die Geschichten von Katja Just, der Münchnerin, die es auf eine einsame Hallig zog. Von Albertus Akkermann, dem bekannten Wattführer von Borkum (der eine Art „gute Seele“ der Heimathäfen ist). Oder von Tüte Schmiegel, der für seinen Traum, das „Skipper’s Inn“ auf Baltrum, sein Leben auf den Kopf stellte. Von Kapitän Stefan Schmidt, dem alten Seemann aus Lübeck, der für sich so sehr für die Armen und Schwachen einsetzt.

Man lernt etwas auf den „Heimathäfen“, man erlebt Emotionen – und man sieht die Außenposten auf der Nordsee hinterher vielleicht anders. Auch die große Stärke der kleinen MS Hamburg war während der fünf Reisetage zu erleben: Das Schiff ist so groß, dass man sich niemals auf den Nerv geht und man immer einen Ort findet, an den man sich zurückziehen kann. Die MS Hamburg, 144 Meter lang, ist aber auch gemütlich und persönlich. Von welchem Schiff wäre es sonst möglich, innerhalb weniger Minuten in den winzigen Hafen von List zu tendern?

 

„Ihr habt dem Schiff eine Seele gegeben“, schrieb mir eine Passagierin vor einem Jahr, als Dietmar Bär („Tatort Köln“) mit an Bord war. Ich bin sicher: Es ist uns diesmal wieder gelungen. Wir freuen uns schon jetzt auf die achte Ausgabe der „Heimathäfen“ – im Mai 2018 machen wir in Hamburg die Leinen los. Kommt mit!

 

Die „Heimathäfen 2018“ können hier gebucht werden – es gibt einen Frühbucher-Rabatt. Bitte Code „Ankerherz“ mit angeben!  INSELSTOLZ – das Buch mit den besten Geschichten von den Inseln gibt es hier.

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