Hohe Wellen: Mindestens neun Menschen ertrinken an Mittelmeerküste

Schreckliche Nachrichten aus Frankreich: An der Mittelmeerküste sind am Mittwoch bei hohem Wellengang mindestens neun Menschen ertrunken. Ein Badender wird noch vermisst, zwei weitere kamen nach Berichten französischer Medien schwer verletzt in Krankenhäuser.

Die Unfälle ereigneten sich entlang der Mittelmeerküste an verschiedenen Orten zwischen Perpignan und Marseilles, etwa in La Grande-Motte, Agde und Cassis. Wegen eines Sturms gab es zuvor eine Unwetterwarnung. An vielen Orten war das Baden verboten, was offenkundig viele Menschen nicht davon abhielt, trotz der Roten Flaggen (sie signalisieren ein totales Badeverbot) ins Meer zu gehen. Es gab Berichte von tückischen Strömungen, die Badende regelrecht von der Küste wegzogen.

Neun Menschen ertrinken an der Mittelmeerküste

Helfer rückten in Booten und mit mehreren Hubschraubern aus, um die Ertrinkenden zu retten. In mindestens neun Fällen konnten sie nichts mehr ausrichten. Ob es sich bei den Opfern um Einheimische oder Touristen handelt, ist noch nicht bekannt. Nach Ende der Sommersaison werden viele Strände nicht mehr von Rettungsschwimmern überwacht.  Trotz des Windes hatten angenehme Temperaturen von knapp 24 Grad die Menschen an die Strände gelockt.

Badeopfer auch in Deutschland

Auch in Norddeutschland hatte es in den vergangenen Wochen zahlreiche tödliche Badeunfälle gegeben. Auf Sylt starben eine Urlauberin aus Hessen und ein Rettungsschwimmer, der ihr zur Hilfe eilte. Leider berichten Retter immer häufiger davon, dass Warnungen ignoriert werden. In einem Interview mit Radio Ankerherz kritisierte der DLRG-Landesgeschäftsführer von Schleswig-Holstein, Thies Wolfhagen, die „Vollkasko-Mentalität“ mancher Urlauber.

Unser Appell: Geht bei hoher Brandung und Roter Flagge nicht ins Meer! Respektiert die Warnungen.

0 comments