KAPITÄN SCHWANDT: AfD-Gauland sofort abschieben

Dass Alexanders Gauland, der Hass-Prediger der AfD, nach einer Woche des Terrors mit neuen Vorschlägen aufwarten würde, war zu erwarten. Seine neue Forderung beweist, dass diese Partei längst den Grund verlassen hat, den unsere Verfassung definiert. AfD-Gauland will, Achtung, es klingt nun nach einer Imitation von Donald Trump: das Asylrecht für Muslime aussetzen.

„Wir können es uns aus Sicherheitsgründen nicht mehr leisten, noch mehr Muslime unkontrolliert nach Deutschland einwandern zu lassen“, erklärte er. Deshalb müsse „das Asylrecht für Muslime umgehend ausgesetzt werden, bis alle Asylbewerber, die sich in Deutschland aufhalten, registriert, kontrolliert und deren Anträge bearbeitet sind“.

War da nicht etwas? Ach ja, wir nennen es Grundgesetz, Artikel 16a, darin heißt es: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“

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Ausnahmen sind nur vorgesehen, wenn die Flüchtlinge aus einem anderen EU-Land oder aus einem sicheren Herkunftsstaat einreisen. Für Gauland – einen Verkehrsrüpel, der mit seinem Jaguar Strafzettel sammelt wie andere Leute Briefmarken – scheint das Grundgesetz so ähnlich zu sein wie die Straßenverkehrsordnung: Er hält sich daran, wenn es gerade passt. Spannend ist auch die Frage, wie er den Gesinnungstest an der Grenze einführen möchte? Fragebogen, zum Ankreuzen: Sind Sie Muslim? Oder Islamist?

Dabei ist Gauland selbst einmal Flüchtling gewesen. Er kam über den Todesstreifen in den Westen Deutschlands. Angepasst an das Grundgesetz hat er sich offenbar nicht. Nicht die einzige gescheiterte Integrations-Geschichte in seiner Partei: Sein Partei-Kollege Petr Bystron, der aus München extreme Töne anschlägt, ist ein ehemaliger Kriegsflüchtling. Er floh aus dem vor dem Krieg im zerfallenden Jugoslawien aus der Tschechei. Der Türke Akif Pirincci wiederum, der selbst für PEGIDA-Anhänger zu krudes Zeug von sich gibt und öffentlich bedauert hat, dass die Konzentrationslager nicht mehr in Betrieb sind, ist ein Wirtschaftsflüchtling.

Sie wurden hier willkommen geheißen, konnten hier studieren, und hetzen nun übelst gegen Zuwanderung und Minderheiten.

Sie, die selbst zugewandert sind.

Bystron, Vorsitzender der AfD von Bayern, fordert die verstärkte Rückführung statt aussichtsloser Integrationsbemühungen. Dieser Forderung schließe ich mich rückhaltlos an. Dieses Dreigestirn des Irrsinns sollten sofort in Abschiebehaft genommen und schleunigst zurückgeführt werden.

Sie sind ein Paradebeispiel für mißglückte Integration.

 

Jürgen Schwandt, Jahrgang 1936, wuchs in Sankt Georg auf. Er fuhr jahrzehntelang zur See und lebt heute in Hamburg. Gerade erschien seine Biographie „Sturmwarnung“.

 

 

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