KAPITÄN SCHWANDT: AfD-Höcke träumt vom Völkermord

Von AfD-Höcke, dem Westentaschen-Goebbels und Hobby-Rassentheoretiker, sind wir furchtbaren Schwachsinn gewohnt. Nun aber hat sich Björn Höcke selbst untertroffen. Eine stramme Leistung. In einem Facebook-Post zitiert Höcke die UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung von Völkermord – und fragt: „Gehört die Multikulturalisierung eines gewachsenen Volkes auch dazu?“
Dabei hockt Höcke auf einem Bootssteg. „Arme AfD – die haben Kapitän Stuss. Wir haben Kapitän Schwandt“, kommentierte der Unterhalter Lorenz Meyer, und dies ist noch das Lustigste daran.


Was dieser Post beinhaltet, ist ein Denken in rassischen Kategorien, das einen gruseln lässt. Es ist unglaublich, dass es im Jahr 2016 in Deutschland eine Partei gibt, die solche Botschaften billigt.
Was meint der rechtsradikale Höcke? Was versteht er unter einem „gewachsenen Volk“?
Die Deutschen sind ein wildes Gemisch aus allen Ethnien, schon die Römer haben sich mit den Germanen vermischt, die Völkerwanderung hat alles durcheinander gewürfelt. Was Höcke ausführt, erinnert peinlich an die Rassenlehre des Dritten Reichs und ist so zeitgemäß, als wolle man mit einem Volksempfänger ins Internet gehen.
https://www.youtube.com/watch?v=Q–dtVaSo9Y

Ausländeranteil: 2.2 Prozent. Völkermord!

Höcke meint also, dass in Deutschland ein „Völkermord“ geschieht, weil es in Zeiten der Globalisierung Zuwanderung gibt und der Ausländeranteil in Thüringen, dessen AfD-Landesvorsitzender er ist, bei 2.2 Prozent liegt. Ende 2014 lebten nach offiziellen Angaben der Statistischen Landesamtes genau 56.176 Nichtdeutsche im Freistaat.
2.2 Prozent, Höcke.
Das bedeutet: Unter 100 Deutschen leben 2 Ausländer.
Neben der offensichtlich rassistischen Weltsicht sollte man sich bei der AfD überlegen, ob dieser Herr von ganz weit Rechtsdraußen nicht ernsthafte Probleme hat. Vor kurzem hatte er sich selbst als “krank” bezeichnet (“die ehrliche, tiefe Vaterlandsliebe”) – und nun wird es ernst. Ganz zurechnungsfähig erscheint mir das alles nicht zu sein.

Jürgen Schwandt, Jahrgang 1936, wuchs in Sankt Georg auf. Er fuhr jahrzehntelang zur See und lebt heute in Hamburg. Gerade erschien seine Biographie „Sturmwarnung“.

Sturmwarnung Norderney

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