KAPITÄN SCHWANDT: Der böse Politik-Kasper Höcke

Weil er während eines Konzerts Demokraten lautstark dazu aufforderte, dem neuen Rechtsextremismus beherzt entgegenzutreten, wird der Musiker Herbert Grönemeyer heute von rechtsgerichteten Politikern mit Joseph Goebbels verglichen. Wer diesem stark ähnelt, hat Kapitän Schwandt schon vor einiger Zeit beschrieben.

Der AfD-Politiker und böse Politik-Kasper Björn Höcke steht auf einer Bühne vor dem Rathaus von Paderborn und spricht über „Vergewaltigungen“. Begangen von Menschen, die „keine Heimatliebe im Leib haben.“

Es geht um Windkrafträder. 

Es dreht sich um alternative Energiequellen, denn seine Partei leugnet den Klimawandel. In diesem Duktus spricht Höcke auch weiter, wenn es um Menschen geht.

Dauer-Empörung, Wut, Pöbeleien.

Björn Höcke ist ein Hass-Prediger. Angela Merkel bezeichnet er als „Kanzler-Diktatorin“, die in Handschellen und Zwangsjacke abgeführt werden sollte, darunter geht es bei ihm nicht. Unsere Politiker, allesamt: „Vollidioten“, „Brut“, „Totalversager“, fremdbestimmt und mitten dabei, „unser Deutschland systematisch kaputt zu machen.“ Ich habe schon einige Male über Höcke geschrieben, den Westentaschen-Goebbels, den “patriotischen” Clown aus Thüringen. Es wird immer schlimmer.

Die Frage, die ich mir stelle: Wann ist die Grenze der freien Meinungsäußerung erreicht? Und wann sollte der Verfassungsschutz eingreifen?

Höcke ist ein böser Politik-Kasper

„Deutschland ist zur Bananenrepublik verkommen“, ruft er. Junge, Junge, ich rate, mal dahinzufahren. Ich habe im Laufe meines Seefahrerlebens einige „Bananen-Republiken“ besucht. Höcke hat keine Ahnung, wovon er redet. „Viele sagen, wir erleben einen Kultur und Zivilisationsbruch historischen Ausmaßes.“ In diesem Punkt hat er Recht. Seit die AfD in die politische Debatten eingreift, sinkt die Diskussionskultur ins Bodenlose. Unter zivilisierten Menschen vertritt man Standpunkte nicht mit Polemik, sondern mit Argumenten.

Höcke versteckt sich bei seinen Phrasen gerne hinter anderen. „Viele sagen“ oder: „Wie man hört.“ Je nebulöser, desto besser. Höcke ist feige. Er ist nicht Manns genug, zu seinen unerträglichen Sprechblasen zu stehen. Er ist bei aller Pose als starker Mann ein Feigling, der sich wie so viele seiner Anhänger nur in der Menge stark fühlt.

Höcke ist ein Fall für den Verfassungsschutz

In diesem Geiste fordert er „einen neuen, ehrlichen, Patriotismus“. So etwas hat uns schon einmal in die Scheiße geritten. „ Ich will mein Deutschland wiederhaben“. Welches Deutschland? Das sagt er nicht. Will er die DDR wiederhaben? Oder das Deutschland in den Grenzen von 1937? Gehr das nicht etwas präziser? Meint er das Deutschland von 1943 inklusive Stalingrad?

Auf seiner Internet-Seite steht als Erstes ein Bild: “Die AfD muss als letzte friedliche Chance für unser Land mit überragenden Ergebnissen in die Landtage einziehen.” Als letzte friedliche Chance. Wie meint er das? Droht uns sonst ein Bürgerkrieg? Ein bewaffneter Aufstand? Was genau will er uns sagen? Es klingt wie eine versteckte Drohung oder das Aufbeschwören eines Sturms. Er spielt mit der Angst, oder besser: Er versucht es.

Ich habe ja auch etwas gehört. „Als Mensch zu dumm, als Esel zu kurze Ohren“, sollen ja manche manche von Höcke sagen.

Doch auf diese Ebene begebe ich mich nicht herab. Dieses Niveau bleibt ihm und der sogenannten „AfD“ vorbehalten.

Von Kapitän Schwandt, Jahrgang 1936, erschien vor kurzem der Kolumnenband “Klare Kante“. Überall im Buchhandel und hier bei uns im Online-Buchladen von Ankerherz.

 

 

 

4 comments

Nun es ist schön das es Menschen wie unseren Käpt'n gibt, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Es gibt da nur ein Problem bei der ganzen sogenannten Aufklärung über die AfD und ihren Machenschaften - es versteht und sieht nur ein kleiner Teil (max. 40%) der deutschen Bevölkerung welche Probleme derzeit auf uns alle (100%) zukommen. Der Rest der Bevölkerung ist von den ganzen "tollen Sprüchen" der AfD Funktionären geblendet und folgt Ihnen... Die Bevölkerung ist mit der derzeitigen Politik unzufrieden und merkt bei der ganzen Protestwählerei nicht, das sie sich genau selber damit Schaden zufügen. Was können wir also machen..?? Kämpfen und aufklären fällt mir als erstes dazu ein... Also los Leute.
MaxWo on Mai 18 2016
Ein Kapitän spricht. Und ein Hafenagent klatscht Beifall. Weiter so, Herr Kapitän. Leute wie sie brauchen wir noch viel mehr.
Frank Roelfs on Mai 17 2016
Gut gemacht, man kann diese Demagogen nur enttarnen indem man ihnen immer wieder den Spiegel vorhält und offen legt wie sie agieren. Sehr schön analysiert und dargelegt. Vielen Dank dafür!
Heiko Wolff on Mai 17 2016
Ein Mann , ein Wort .. Es ist unheimlich wie ein völlig Fremder ( Hr. Schwandt ) mir so aus dem Herzen sprechen kann. Er bringt es auf einen Punkt wenn ich noch die passenden Worte suche. Danke
Holger N. on Mai 17 2016

Leave A Comment