Mr. Ostfriesen-T: Das A-Team, B.A. und ich

Als ich in der NDR-Sendung „Mein Nachmittag“ zu Gast war, fragte mich Yared Dibaba, wie für mich als Lohner „Wellness“ aussieht. Vermutlich meinte er Massagen, Ayurveda, was weiß ich. Ich antwortete mit meinem „ABC“: A-Team, Bier, Couch. Eine Pizza dazu, und für mich ist der Abend perfekt.

Schon als Kind mochte ich Mr. T. Das A-Team gehörte fest zum Wochenplan. Damals gab es nur wenige Fernseh-Sender, aber das Programm war irgendwie besser. Ich erinnere mich an das Trio mit vier Fäusten, an die Agentin mit Herz und natürlich an Colt Seavers. Colt Seavers war Pflicht.

Das A-Team gehörte zur Kindheit dazu

In unserer Kindheit sind wir viel mit dem Rad durchs Dorf gefahren. Es gab nur eine Regel: Nach Hause kommen, wenn es dunkel wurde. Sorgen machte sich nie jemand: Einer aus dem Dorf sah uns Kinder immer. Meine Großeltern wussten eigentlich immer, wo wir waren. Wenn ich es mit der Kindheit meiner eigenen Jungs vergleiche, denke ich, dass wir damals freier und unbeschwerter aufwuchsen.

Das A-Team gehörte dazu. Vor allem Sergeant Bosco alias B.A. Baracus. Die Muskeln, die Frisur, das Schweigsame. Das mochte ich. So war schon mein Spitzname in der Schule: B.A. Bis ich mir einen Irokesen schnitt, dauerte es ein wenig. Erste Ende 20 traute ich mich, als ich fest als Lohner arbeitete. Ich hatte vorher keine Lust auf das Gelaber. Die Leute reden halt viel. Ich dachte, das sei nicht gut für mich und den Job, wenn die Frisur so dominant ist. Heute ist mir das egal.

Sogar auf dem Foto im Führerschein habe ich den Irokesen.

Mr. T heißt im echten Leben Laurence Tureaud. Er wuchs in einem Armenviertel in Chicago auf, bevor er durch seine Arbeit als Bodyguard und den Auftritt in „Rocky 3“ berühmt wurde. Ich habe gelesen, dass er den Lymphdrüsenkrebs besiegte, sehr gläubig ist und sich seit vielen Jahren mit viel Energie dafür einsetzt, Jugendliche von der Straße zu holen. Ich würde ihn gerne mal treffen. Vielleicht klappt das ja mal.

 

Keno und Old George. So heißt der Pickup von Ankerherz.

Keno Veith, Jahrgang 1981, wuchs in einem Dorf bei Wittmund in Ostfriesland auf. Er arbeitet als “Lohner” bei Carsten Meyer Lohnunternehmen. Im Ankerherz Blog Mr. Ostfriesen-T erzählt er aus seinem Leben. Das neue T-Shirt “Jasses” gibt es nur im Ankerherz Shop.

 

 

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