Peak Bilbao ist gesichert: Bergungsschlepper übernimmt Havaristen

Gute Nachrichten von der Nordsee: Der havarierte Frachter „Peak Bilbao“ ist gesichert. Bergungsexperten des Havariekommandos Cuxhaven gelang es am Dienstagmorgen, die Schleppverbindung vom Notschlepper „Nordic“ an den Schlepper Bugsier 10 zu übergeben.

Erleichterung an der Nordseeküste und auf den Inseln: Der Einsatz für das Havariekommando Cuxhaven im Falle der „Peak Bilbao“ ist beendet. Am Sonntag hatte der Kapitän des kleinen Frachters zehn Seemeilen vor der Insel Borkum einen Maschinenausfall gemeldet. Ein Towing Assistance Team (TAT) aus Spezialisten wurde von einem Hubschrauber auf dem Havaristen abgesetzt (Foto: Havariekommando).

 

Keine einfache Operation im Sturm über der Nordsee – zu diesem Zeitpunkt herrschte Sturm bis zehn Beaufort und sechs Meter Welle! Die Bergungsexperten schafften es, eine Leinenverbindung zum Notschlepper Nordic herzustellen. Ein wichtiger Schritt, um den Havaristen zu sichern. Der kleine Frachter „Peak Bilboa“, knapp 90 Meter lang (Flagge: Niederlande), befand sich auf dem Weg von Polen nach England und hat Gipskarton-Platten geladen.

Die Havarie der „Peak Bilbao“

Die nächsten Stunden waren anstrengend für die Bergungsexperten. Immer wieder mussten sie die Schleppverbindung kontrollieren. Einmal brach sie und musste erneuert werden. Der Schleppverband driftete kontrolliert Richtung Helgoland. Der Plan: Im Windschutz westlich der Insel wollte man den Sturm abwettern und die Schleppverbindung an den Hochseeschlepper Bugsier 10 übergeben. Was „reibungslos“ gelang, wie im Einsatzbericht des Havariekommandos steht.

Der Schleppverband von „Bugsier 10“ und „Peak Bilbao“ steuert nun den Hafen von Wilhelmshaven an. Ein Bundespolizeihubschrauber soll das Towing Assistance Team (TAT) von der „Peak Bilbao“ aufnehmen. Das Havariekommando beendete gegen 10:30 Uhr die Einsatzleitung.

Eine große Leistung der Rettungskräfte unter schwierigen Bedingungen! Der Einsatz zeigt, wie schnell und effektiv das Towing Assistance Team arbeiten kann. Respekt für die Männer auf See.

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