Sarex vor Rügen: Seenotretter üben den Ernstfall

Auf See kommt es einfach auf perfekte Zusammenarbeit an. Die Seenotretter üben an diesem Wochenende vor Rügen den Ernstfall. An der SAREx (Search and Resche Exercise) unter realistischen Einsatzbedingungen sind insgesamt mehr als hundert Retter beteiligt.

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Lauterbach 2019 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung) im Greifswalder Bodden.

Seenotretter üben im Greifswalder Bodden

Um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen, werden die genauen Übungsszenarien den beteiligten Rettungsfrauen und -männern erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt. Die koordinierte Suche und Rettung Schiffbrüchiger, ihre medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien. Insgesamt nehmen rund hundert Menschen an der Übung teil.

DGzRS-Übungsleiter Timo Jordt hat die Szenarien konzipiert. Bereits in den vergangenen Jahren war er an vergleichbaren Übungen der Seenotretter vor Helgoland, Wilhelmshaven, Neustadt i. H., Eckernförde und Büsum beteiligt.

„Unsere Besatzungen haben im Einsatz nicht viel Zeit zu überlegen, wie sie etwas machen müssen. Deshalb trainieren wir regelmäßig für den Ernstfall – auch komplexe Szenarien wie jetzt bei der Übung vor Rügen“, sagt Jordt. „Wir wollen uns bestmöglich vorbereiten, damit im Notfall jeder Handgriff zur Rettung Schiffbrüchiger sitzt.“

 

Mit dabei sind Seenotrettungskreuzer, Hubschrauber von Northern HeliCopter, das Küstenstreifenboot „Damerow“ der Wasserschutzpolizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ein Mehrzweckarbeitsboot der Freiwilligen Feuerwehr Putbus. Echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ stellt die Gruppe RUND (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der DLRG Goch.

Dank an die Unterstützer

Neben ihr gilt ein besonderer Dank der Seenotretter dem Eigenbetrieb Wohnwirtschaft/Hafen der Stadt Putbus für die Bereitstellung der Liegeplätze mit entsprechender Versorgung und dem Yachthafenbetreiber „Im Jaich“ für weitere Liegeplätze und Räumlichkeiten zur Szenariogestaltung. Außerdem haben die Seenotretter der Station Lauterbach um Vormann Andreas Jahn viele Stunden in die Organisation und Vorbereitung der groß angelegten Übung investiert.

Wir haben den Seenotrettern an den Küsten von Nordsee und Ostsee ein Denkmal gesetzt mit unserem Buch MAYDAY. Den SPIEGEL-Bestseller gibt es im Buchhandel und hier im Online Buchladen von Ankerherz.

Das Buch der Seenotretter: MAYDAY.

 

0 comments