Seenotretter bergen Einhorn aus der Nordsee

Die Seenotretter, die an der Nordsee- und Ostseeküste Menschen in Not helfen und dabei so viel riskieren, sind echte Helden. Auch Tiere retten sie bisweilen aus den Fluten, und wir erinnern uns an Vormann Bünting aus Cuxhaven – ein Typ Bud Spencer aus Friesland – der einmal ein Pferd im Schlauchboot hinter sich herzog, bis es in Sicherheit war. Ihm war egal, dass das eine knappe halbe Stunde dauerte.

Nun haben sich die Retter einen der kurioseren Einsätze erlebt.

Auf der Rückfahrt von einem Routineeinsatz sahen die Seenotretter von Helgoland etwas Merkwürdiges in der Nordsee treiben. War es eine aufblasbare Rettungsweste? Oder ein anderes Rettungsmittel? Jemand in Seenot? „Die Farbe war ungewöhnlich“, sagt Vormann Jörg Rabe. „Auf See schaut man dann besser nach.“

Seenotretter bergen Einhorn

Der Seenotkreuzer steuerte auf das Objekt zu. Auch um zu vermeiden, dass es Notmeldungen anderer Schiffe gab. Die Spannung an Bord stieg. Was war da los? Ergebnis: Der Schiffbrüchige war eine Mischung aus Einhorn und Seepferdchen. Ein Gasluftballon für Kinder, dem der Auftrieb abhanden gekommen war. „Als ich fragte, wie es geht“, berichtet Vormann Rabe, „kam die Meldung auf die Brücke: Sehr gut! Er schwebt schon wieder unter der Decke!‘

Der ernste Teil dieser kuriosen kleinen Geschichten: Manche Leute achten einfach nicht darauf, dass ihr Plastikmist raus aufs Meer weht…

Wir haben den Seenotrettern mit unserem Buch Mayday ein Denkmal gesetzt. Vormann Rabe und Gerriet Leiß, der Seenotretter auf dem Foto der Seenotretter, kommen beide vor. Das Buch gibt es überall im Handel und hier bei uns im Shop.

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