Seenotretter: Einsatz an der Queen Mary 2

Einsatz an der Queen Mary 2: Am Donnerstagabend (2. November) erhielten die Seenotretter gegen 20:45 Uhr einen Notruf von Bord der “Königin der Meere”. Der große Oceanliner befand sich 15 Seemeilen westlich von Helgoland, auf dem Weg nach Hamburg. An Bord gab es einen medizinischen Notfall: Ein 77-jähriger Passagier war plötzlich schwer erkrankt und musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Gefahr für ihn war so groß, dass der Bordarzt zunächst einen Transport mit einem Hubschrauber ausschloss.

Die Leitstelle in Bremen alarmierte die auf Helgoland stationierte Hermann Marwede, das „Flaggschiff“ der Seenotretter. Mit einem Notarzt an Bord liefen die Männer nach wenigen Minuten aus und gingen beim 345 Meter langen Oceanliner längsseits. Die See: anderthalb bis zwei Meter hoch. Trotzdem gelang die Übergabe des Patienten ohne Probleme.

Seenotretter: Einsatz an der Queen Mary 2

In den nächsten Minuten stabilisierte sich der Zustand des Patienten. Der Arzt erklärte, dass er flugfähig war. Ein Hubschrauber der „Northern HeliCopter“ (NHC) winschte den auf einer Trage liegenden Patienten und den Notarzt per Seilwinde vom Hubschrauberarbeitsdeck der Hermann Marwede auf. Er wurde in ein Krankenhaus in Schleswig-Holstein ausgeflogen.

Die „Queen Mary 2“ setzte die Reise nach Hamburg fort.

 

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