Seenotretter holen Schiffbrüchige von Sandbank vor Dithmarschen

Diese Rettungsaktion klingt wie aus dm Drehbuch eines Spielfilms. Zwei Männer werden vermisst. Ihr Bootes sinkt. Sie stranden auf einer Sandbank. Doch diese Geschichte ist wahr: Seenotretter haben am Mittwoch (18. Juli) die vermissten Besatzungsmitglieder eines Vermessungsboots nach einer großangelegten Suchaktion gefunden.

Das sieben Meter lange Boot war am Morgen als überfällig gemeldet worden. Zwei Männer, 30 und 54 Jahre alt, galten als vermisst. Sie durchlebten ein wahres Martyrium: Am Abend zuvor war ihr Boot im Wellengang gekentert, voll Wasser geschlagen und gesunken. Es gelang ihnen noch, Rettungswesten anzulegen und nach Rettungsringen zu greifen. Dann mussten sie in die Nordsee.

Robinson Crusoe vor Dithmarschen

Während der gesamten Nacht trieben sie im 18 Grad kalten Wasser. Bis sie in den Morgenstunden endlich Grund unter den Füßen spürten: Die Wellen trieben sie auf Tertiussandan, einer Sandbank nordwestlich von Büsum. Man kann sagen: Robinson Crusoe in der Helgoländer Bucht, vor der Küste von Dithmarschen.

Die Rettungsaktion lief derweil auf allen Touren. Koordiniert von der Seenotleitung Bremen suchten vier Seenotkreuzer, die Wasserschutzpolizei und auch zwei Vermessungsfahrzeuge des Bundesamtes für Seeschifffahrt nach dem vermissten Boot. Ein SAR-Hubschrauber der Marine war in der Luft. An Land hielten alle Feuerwehren an der Deichlinie vom Eidersperrwerk in Wesselburenerkoog bis Friedrichskoog-Spitze die Augen auf.

Große Erleichterung: Schiffbrüchige entdeckt!

Dann, gegen 13 Uhr, große Erleichterung der Einsatzkräfte. Die Besatzung des Seenotkreuzers Theodor Storm sichtete die Männer. Sechs Seemeilen (etwa elf Kilometer) vor der Küste, auf der Sandbank. Trotz der Strapazen ging es den Schiffbrüchigen einigermaßen gut. Die Seenotretter versorgten die Unterkühlten an Bord, bevor man sie an einen Rettungswagen an Land übergab. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut.

Wieder ein großartiger Einsatz der Seenotretter. Wir von Ankerherz unterstützen ihre Arbeit schon seit einigen Jahren. Das Buch MAYDAY – in dem 25 die dramatischsten Geschichten von See erzählen – soll ihnen ein Denkmal setzen. HIER ANSEHEN!

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