Seenotrettungskreuzer Hamburg und Beiboot in Bremen getauft

Taufe Seenotrettungskreuzer Hamburg

Auf den Namen „Hamburg“ hat Moderatorin Anke Harnack heute den jüngsten Seenotrettungskreuzer getauft. Damit würdigt die DGzRS die Verbundenheit vieler Hamburger zur Organisation. Seenotrettungskreuzer Hamburg wird auf der Station Borkum im Einsatz sein. Auch das Beiboot bekam in Bremen einen Namen. Darüber hatten mehr als 9000 Menschen online abgestimmt. 

28 Meter lang, 6,20 Meter breit, zwei Meter Tiefgang, fast 4.000 PS stark und 24 Knoten schnell – das sind einige technische Daten von Seenotrettungskreuzer Hamburg . In einer internen Zeremonie wurde das Schiff jetzt auf dem Gelände der Seenotretter-Zentrale in der Bremer Neustadt getauft. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste man die im April geplante öffentliche Taufe an der Hamburger Elbphilharmonie absagen. Taufpatin Anke Harnack, aus Fernsehen und Radio bekannte Moderatorin (u.a. NDR) ist in diesem Jahr Ehrenbotschafterin der Seenotretter.

Auch das acht Meter lange Beiboot bekam in Bremen seinen Namen. Es heißt: St. Pauli. Der Name war in einer Online-Abstimmung ermittelt worden. Alle Namen der amtlichen 104 Hamburger Stadtteile standen dabei zur Auswahl. Neben dem „Gewinner“ St. Pauli erhielten Bergedorf, Bergstedt, Blankenese, Finkenwerder, Neuwerk, Rahlstedt, St. Georg, Veddel und Wilhelmsburg die meisten der 9.000 Stimmen.

Jan Fedder im Fahrstand

Als sich abzeichnete, dass St. Pauli die Nase vorn hat, entschieden die Seenotretter, den Ende 2019 verstorbenen Hamburger Schauspieler Jan Fedder im Fahrstand mit einem Porträt zu ehren. Das Bild zeigt  ihn in Seenotretter-Wetterzeug. Fedder war seit 2007 DGzRS-Bo(o)tschafter und wird auf diese Weise jeden Einsatz an Bord des 8,2 Meter langen und mehr als 230 PS starken Tochterbootes mitfahren.

Mit der Aktion „Spendemanöver: Hamburg wird Seenotretter!“ hatten die Seenotretter Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, sich an der Finanzierung des Neubaus für die Station Borkum zu beteiligen. Deshalb hatte die DGzRS auch eine Ausnahme von ihrer Regel gemacht und den Namen des neuen Seenotrettungskreuzers schon weit vor der Taufe bekanntgegeben. Viele Einzelpersonen brachten ihre Verbundenheit durch außergewöhnliche Spenden zum Ausdruck. Ihre Namen fahren an Bord auf einer Danktafel bei jedem Einsatz mit.

Seenotrettungskreuzer Hamburg ist 28 Meter lang

Zur nicht-öffentlichen Taufe im Kreis der Besatzung und mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DGzRS gab es einen besonderen musikalischen Gruß: Ein kammermusikalisches Ensemble der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen spielte ein  Stück von Joseph Haydn.

 

Die Hamburg ist der vierte 28-Meter-Neubau der DGzRS. Stationiert sind die besonders leistungsfähigen Seenotrettungskreuzer dieser Klasse an wichtigen Küstenpunkten (Amrum, Laboe, Cuxhaven). Ihr Einsatzgebiet sind das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See. Bei jedem Wetter und auch unter extremsten Bedingungen sind die Seenotretter im Einsatz.

Gebaut wurde die Hamburg auf der Fr.-Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser. Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS  vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem und, wer es ganz genau wissen will: als Selbstaufrichter. Ihre Erprobung „auf Herz und Nieren“ hat Seenotrettungskreuzer Hamburg bereits auf der Nordsee absolviert. Der Neubau ist seit Mitte April auf der westlichsten Station der Seenotretter in Borkum im Dienst. Kaum 24 Stunden nach seiner Stationierung gab es den ersten Einsatz für die vierköpfige Besatzung auf SK40 (wir berichteten im Ankerherz Blog).

Mit dem Buch MAYDAY haben wir den Seenotrettern an der Nordsee und Ostsee ein Denkmal gesetzt. Das Buch gibt es versandkostenfrei bei uns im Online Buchladen von Ankerherz.

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