„Spirit of Hamburg“ – Kapitän eines Hamburger Frachters ermordet

Schreckliches Verbrechen vor Kolumbien: Der Kapitän des Panamax-Frachters „Spirit of Hamburg“ der Hamburger Reederei „Zeaborn Ship Management“ ist an Bord ermordet worden. Während die Reederei von einem Angreifer von außerhalb des Schiffes ausgeht, sprechen mehrere Medien davon, dass Mitglieder der Crew ihren Kapitän getötet haben sollen.

Die Nachrichtenlage ist noch unübersichtlich. Fakt ist, dass der Kapitän der „Spirit of Hamburg“ (254 Meter lang, 32 Meter breit), ein ehemaliges Schiff von Hamburg Süd, am Nachmittag des 16. April (Ortszeit) ermordet wurde. Die Reederei spricht davon, dass man eng mit den Behörden zusammenarbeiten werde, um das Verbrechen aufzuklären. Crewmitglieder würden psychologische Unterstützung erhalten und Vertreter der Reederei seien bereits in Cartagena eingetroffen.

Mord an Bord der „Spirit of Hamburg“

Mehrere maritime Nachrichtenseiten und kolumbianische Zeitungensprechen davon, dass der Täter in der Crew zu suchen ist. Sie beziehen sich auf kolumbianische Sicherheitskreise. Demnach wollen die kolumbianischen Behörden den Mord nicht untersuchen, da nach internationalem Seerechtsübereinkommen bei einem Mord an Bord die Strafverfolgungsbehörden des Flaggenstaates verantwortlich sind. Die „Spirit of Hamburg“ fährt unter der Flagge Großbritanniens.

Die Situation ist also komplex und viele Angaben sind mit Vorsicht zu bewerten. Die zentralen Fragen lauten: Wer ist der oder wer sind die Täter? Befinden sie sich noch an Bord? Die Crew besteht aus zwölf Seeleuten, die aus Burma und Äthiopien stammen sollen. Zur Nationalität des Kapitäns ist derzeit noch nichts bekannt. Der Radiosender RCN berichtet von einem Burmanesen, 51 Jahr alt, doch offiziell bestätigt ist auch dies nicht.

Die „Spirit of Hamburg „ankert vor dem Hafen von Cartagena. (Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert; es handelt sich um ein Symbolfoto).

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