Sturm Sabine zieht auf: „Das sieht gefährlich aus.“

Wie stark wird Sturm Sabine, der aktuell vom Nordatlantik heran rast? Von „Monstersturm“ und „Mega-Orkan“ sprechen einige Meteorologen. Jörg Kachelmann twittert: „Das sieht gefährlich aus“. Manche Experten fürchten, dass Sturm Sabine, der ab Sonntag über Deutschland erwartet wird, die Stärke des Orkans Kyrill erreichen könnte.

Was kommt da vom Nordatlantik auf uns zu? „Sollten die derzeitigen Berechnungen stimmen, dann wird die anstehende Orkanlage großflächig eines der markantesten Sturmereignisse der letzten 10 bis 15 Jahre“, sagt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

Deutschlands bekanntester Wetterexperte Jörg Kachelmann twitterte: „Das sieht gefährlich aus“ und sprach davon, dass Sylt womöglich „keinen Strand“ mehr haben könne. Überall in Deutschland erwartet der Deutsche Wetterdienst Orkan mit Geschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern und mehr. Ungewöhnlich ist die zu erwartende Länge des Sturms: Er zieht nicht schnell durch, sondern könnte sogar am Dienstag oder Mittwoch noch mal an Stärke gewinnen.

Reisende sollten sich auf Ausfälle im Bahn- und Flugverkehr einstellen. Nach einigen Agenturmeldungen könnten auch Sportereignisse wie das Bundesliga-Derby Mönchengladbach gegen Köln auf der Kippe stehen. Gefahr geht in einem solchen Orkan von umherfliegenden Ziegeln und umstürzenden Bäumen aus. In Hamburg erwartet man eine Sturmflut. Zu erwarten ist, dass die Fährverbindungen nach Helgoland und auf andere deutsche Inseln eingestellt werden.

Sturm Sabine: Sturmflut erwartet

Im Norden wird Sturm Sabine als erstes schon am Sonntagvormittag erwartet und auf der Nordsee schnell Orkanstärke erreichen. Er zieht dann Richtung Süden und bringt starke Regenfälle mit. In den Höhenlagen der Mittelgebirge kann der Sturm nach bisherigen Berechnungen knapp 180 Stundenkilometern erreichen. In Großbritannien, Irland und Frankreich, wo Sturm Sabine Ciara heißt, haben die Behörden bereits die höchsten Warnstufen ausgerufen.

Die Großwetterlage weckt Erinnerungen an den Orkan Kyrill, der am 18. und 19. Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 225 Stundenkilometern über Europa zog. 47 Menschen starben damals und die Schäden betrugen nach Schätzungen knapp sieben Milliarden Euro. Tausende Reisende saßen in Bahnhöfen fest und die Bahn öffnete Züge, damit sie übernachten konnten.

 

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