Sturm-Ticker Ankerherz: Live aus Orkantief Nadia

Sturm-Ticker Ankerherz: Hier findet Ihr aktuelle Informationen zum Sturm-Tief Nadia, das in der Nacht zu Sonntag über den Norden zieht. Es gibt amtliche Wetterwarnungen. Diese Beitrag wird ständig aktualisiert…

+++ Hamburg: Schiff hängt unter Elbbrücke fest +++

Im Hamburger Hafen ist ein Binnenschiff unter einer Elbbrücke hängengeblieben. Wie die Polizei dem Hamburger Abendblatt mitteilt, soll nach ersten Erkenntnissen die Besatzung trotz des Hochwassers versucht haben, unter der Freihafenelbbrücke hindurchzufahren. „Dabei wurde das Führerhaus des etwas 50 Meter langen Schiffs völlig zerstört“, so ein Polizeisprecher. Die zwei Männer an Bord blieben unverletzt.

Schwierig geschaltet sich anscheinend die Bergung des Schiffswracks. „Das ist ein echtes Problem. Das Schiff wird noch immer gegen die Brücke gedrückt“, so die Polizei.

++ Sturm-Ticker: Elbe in der Seemannsmission ++

Diese Fotos mailt uns Fiete Sturm, der Seemannsdiakon der Seemannsmission Altona, in der Nacht. Die Elbe ist über die Ufer getreten – nasse Füsse in der Seemannsmission. Wir wünschen allen Anwohnern an der Großen Elbstraße alles Gute für die nächsten Stunden.

++ 1600 Einsätze für Feuerwehr Hamburg +++

Das Notrufaufkommen erhöhte sich für die Feuerwehr Hamburg zeitweise auf 320 Anrufe pro Stunde. 60 Freiwillige Feuerwehren und 4 Züge des THW waren im Einsatz. Im Bereich Bergedorf und Hausbruch kam es zu Störungen im Bahnverkehr durch umgestürzte Bäume auf Bahnstrecken und Oberleitungen.

Im Hafen musste ein defektes Fluttor geschlossen werden. Dies gelang noch vor dem höchsten Pegelstand.

++ Sturm-Ticker: Alarm für das Havariekommando Cuxhaven ++

Alarm für  das Havariekommando: Ein unbeladener Frachter trieb mehrere Stunden vor der deutschen Küste. Die 190 Meter lange „Vienna“ hatte Probleme zu manövrieren, sagte ein Sprecher der Behörde in Cuxhaven. Die Maschine des Frachter war zu schwach gewesen, um das Schiff gegen Wind und Wellen zu halten. Daher wurden unter anderem Notschlepper wie die NORDIC (Foto) zu dem Havaristen entsandt. Der Frachter konnte nach etwa sechs Stunden gesichert werden, etwa 16 Seemeilen (ca. 30 Kilometer) vor der ostfriesischen Küste.

 

„Hätten wir nicht eingegriffen, wäre das Schiff zu einem Risiko für die Küste geworden. Wir hoffen, dass die Verbindung zwischen dem Notschlepper und dem Schiff hält“, sagte der Sprecher. Am Bord sind 24 Crewmitglieder. Sie blieben nach ersten Erkenntnissen unverletzt.

Zur Herstellung der Schleppverbindung wurden mehrere speziell ausgebildete Seeleute von einem Bundespolizei-Hubschrauber auf den Frachter abgeseilt. Sie kämpften im Sturm mit sechs bis sieben Meter hohen Wellen auf der Nordsee.

++ Nordfriesische Jungs: „Wetter ist doch ganz gut“ +++

++ Sogar die Norröna sucht Windschutz ++

Ein Schiff fährt immer, eigentlich egal, wie das Wetter ist. Doch sogar die Island-Fähre Norröna sucht aktuell Windschutz unter der Küste von Skagen in Dänemark. Mit 2 Knoten Fahrt hat der Kapitän das Schiff gegen den Sturm gelegt. Wie viele andere Schiffe wettert die Norröna den Sturm nun ab. Auf der Brücke herrscht extreme Wachsamkeit… (Quelle: Marinetraffic

Hier lest Ihr eine Geschichte von Bord, von der letzten, sehr stürmischen Skua-Tour. Nächster Termin für das Abenteuer Nordatlantik ist im März.

 

+++ Wetterstation in Norwegen meldet 165 Km/h +++

++ Todesopfer in Großbritannien ++

In Großbritannien hat Sturm Malik (internationale Bezeichnung für Nadia) zwei Todesopfer gefordert. Ein neunjähriger Junge kam im mittelenglischen Dorf Winnothdale ums Leben, als ein Baum auf ihn stürzte. Ein Mann, der mit ihm unterwegs war, wurde schwer verletzt. Auch in der Hafenstadt Aberdeen wurde eine 60-jährige Frau von einem herabstürzenden Baum erschlagen.

In der Gegend wurden Windgeschwindigkeiten von knapp 140 Kilometern pro Stunde gemessen. Landesweit waren vorübergehend mehr als 130.000 Wohnungen und Geschäfte ohne Strom.

 

++ Sturm-Ticker: Wetterdienst meldet 123 Km/h in Kiel +++

Beaufort 12 in Kiel und an anderen Orten im Norden – vermutlich wird es noch mehr werden. Höhepunkt von Sturm Nadia wird gegen Mitternacht erwartet.

++ Sturmsee vor Helgoland ++

Dieses Foto der Helgoland-Fähre mit dem originellen Namen „Helgoland“ sendet uns Thorsten Meyer vom Roten Felsen. Danke für dieses Bild! Ein solches Wetter hatten wir auf unserer „Spucktüten-Tour“. Wer mit uns nach Helgoland möchte – die nächsten Termine stehen fest…

++ Sturm-Wahrheit aus Westfalen ❤️ +++

++ Radio Ankerherz sendet Sonderprogramm ++

Wegen des Sturms hat Radio Ankerherz das Programm geändert. Am Samstagabend ab 21 Uhr und am Sonntagmorgen ab 7 Uhr laufen Sturmgeschichten im Programm. Dazu feine Musik. Radio Ankerherz ist der einzige deutsche Sender von der Hochsee. Wir streamen aus unserem Studio von Helgoland. Der Stream kann weltweit empfangen werden, über die Webseite oder über alle Internet-Radio Apps wie TunIn oder Radio.de

++ Bahn stellt gesamten Fernverkehr im Norden ein ++

Wegen des Sturm hat die Deutsche Bahn den gesamten Fernverkehr im Norden eingestellt. „Derzeit wurde der Fernverkehr der Deutschen Bahn im Raum Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen eingestellt“, heißt es in einer Mitteilung. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist noch unklar.

Am späten Nachmittag sorgte Orkantief „Nadia“ für zahlreiche Zugausfälle in Hamburg und Schleswig-Holstein. U-Bahnen in Hamburg fahren überirdisch nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit.

++ Sturm-Ticker: Sturmflutwarnung für Hamburg ++

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt vor einer schweren Sturmflut. Für Hamburg wird vom BSH um 20.38 Uhr ein Stand von 1,5 Metern über dem normalen Wasserpegel erwartet. Bis 1.54 Uhr könnte der Pegelstand auf mehr als 9,5 Meter ansteigen. Das sind 2 bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser.

Tiefliegende Bereiche wie der Altonaer Fischmarkt würden nach dieser Prognose teilweise von Wasser überspült. Auch für Sonntagnachmittag prognostiziert das BSH eine Sturmflut. Der Pegelstand könnte um 14.37 Uhr erneut 2 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen.

 

++ Sandgestrahlte Hunde nördlich von Aberdeen ++

In Großbritannien heißt Nadia Malik. Diese Aufnahmen zeigen den Strand von Newburgh, nördlich von Aberdeen an der schottischen Ostküste…

++ Achterbahn auf der Nordsee ++

Wie die Lage für kleinere Schiffe auf der Nordsee aktuell ist, das zeigt dieses Video von Bord eines britischen Trawlers. Nur anschauen, wer seefest ist…

++ Deutsche Bahn meldet Beeinträchtigungen ++

Wer im Norden mit dem Zug unterwegs ist, muss sich wohl auf Störungen einstellen. Auf der Stecke von Lübeck nach Kiel kommt es wegen umgestürzter Bäume zu Verspätungen. Aktuelle Meldungen gibt es hier.

++ Facebook-Freunde schicken Fotos ++

Auf unserer Facebook-Seite und in der Community vom Meer kommen die ersten Fotos im Sturm-Ticker an. Danke an Nicole Dallinga (Insel Borkum), Julia Dräger (Wilhelmshaven) und Betty Teich (Fellnase Hamburg) für diese Eindrücke (von links)!

++ Hallig-Linie stellt Betrieb ein ++

Wegen des Sturmes fallen am Wochenende viele Fährverbindungen der Hallig-Linie der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) aus. Auch Verbindungen auf die Insel Amrum und Föhr sind teilweise betroffen. Am Samstagnachmittag und am Sonntag sind zudem Verbindungen ab Föhr, Amrum und Dagebüll betroffen, wie die Reederei am Sonnabend auf ihrer Website mitteilte.

Auch mehrere Fährverbindungen von Rostock nach Gedser fallen am Sonnabend aus.

++ Hamburg ++ Feuerwehr Hamburg bittet Anwohner im Bereich Fischmark, ihre Auto umzupacken +++

https://twitter.com/FeuerwehrHH/status/1486655588805357569?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1486655588805357569%7Ctwgr%5E%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle234418237%2Fwetter-hamburg-schleswig-holstein-donnerstag-wochenende-sturmboeen-sturmflut-warnung-wetterdienst-ostsee-nordsee.html

++ Sturmtief Nadja zieht auf den Norden zu ++

Es gibt amtliche Wetterwarnungen für den Norden. Orkantief Nadia wird mit Windgeschwindigkeiten von 120 Km/h erwartet. Für die nordfriesischen Inseln sieht die Unwetterzentrale sogar eine eher seltene Warnstufe Violett. Auch die Ostseeküste ist besonders betroffen. „Es ist absolute Vorsicht geboten“, schreibt der Deutsche Wetterdienst in einer amtlichen Unwetterwarnung.

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