Schöne Idee: Langeooger Überraschungseier helfen Seenotrettern

Ihr erinnert Euch an die zehntausenden Überraschungseier, die im Januar nach einem Sturm am Strand der Insel Langeoog angespült wurden? Frachter hatten in schwerer See Container mit den Kinderspielzeug verloren, das für Russland bestimmt war. Zuerst dachten alle: wie niedlich. Zeitungen aus aller Welt, von der „Washington Post“ bis Japan berichteten, doch dann wurde schnell klar, welche Sauerei für die Umwelt hinter der Plastikschwemme steckt. Mehrere große Reinigungsaktionen, an denen sich Insulaner und Touristen vom Festland beteiligten (klasse!), haben die Strände vom gröbsten Schmutz befreit. Doch noch immer finden Spaziergänger die bunten Teile, die eine Gefahr für Seevögel sind, im Sand.

Gastronomen von Langeoog hatten nun eine schöne Idee, wie der Plastikmist doch für etwas gut ist. Der Weinhändler Bernd Frech („Weinperle“) hat die Eier gewaschen, vom Sand befreit und bietet sie nun zugunsten der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger an. Andere Gastronomen griffen die Idee auf: Wer im Café He Tant eine Spende ins „Schiffchen“ der Seenotretter wirft, darf im Gegenzug Eier mitnehmen. Die Aktion findet große Beachtung. „Hunderte Eier sind schon weg“, heißt es auf Nachfrage von Ankerherz in Langeoogs größter Stube. „Für uns eine Ehrensache. Als Insulaner unterstützt man die Seenotretter, wo man nur kann.“

Überraschungseier für Seenotretter

Viele Gäste stecken weitaus mehr als die angeregten 50 Cent in die Spendenbox. Auch in anderen Lokalen wie im Panorama-Restaurant Seekrug sind die Schiffchen gut gefüllt. Die Seenotretter freuen sich – der Anfang eines Jahres ist ansonsten die spendenarme Zeit. Als eine von wenigen Hilfsorganisationen finanzieren sich die Seenotretter ohne einen einzigen Cent staatlicher Zuwendung.

 

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