„Unfair.“ Wird der Urlaub an der Nordsee nun megateuer?

Wegen der Coronakrise sieht es nicht danach aus, dass Fernreisen in diesem Jahr eine Option sind. Mallorca? USA? Von wegen! Viele stellen sich auf einen Urlaub an der heimischen Nordsee und Ostsee ein. Werden die Ferien im Corona-Jahr 2020 so richtig teuer?

Die Anbieter von Ferienwohnungen an unseren Küsten können einem aktuell wirklich Leid tun. Wegen der Reise- und Kontaktverbote mussten die Touristen in den Osterferien zuhause bleiben. Die Hoffnungen richten sich nun auf die Sommerferien. Nach den Reisewarnungen der Bundesregierung und der starken Unsicherheit, die durch die Coronakrise entsteht, planen viele Bundesbürger den Urlaub im eigenen Land. Viele natürlich an Nordsee und Ostsee, also Destinationen, die in den vergangenen Jahren ohnehin einen regelrechten Boom erlebten.

Dies beweist auch eine Auswertung von „Hometogo“, der weltgrößten Suchmaschine für Ferienhäuser, die von der „Rheinische Post“ veröffentlicht wurde. Rund 350.000 Preisdaten wurden demnach analysiert. Ergebnis: Die allermeisten Bundesbürger suchen Ferienhäuser an der deutschen Küste – und dies sorgt für stark steigende Preise. Verglichen wurden die Preise pro Nacht bei einem einwöchigen Aufenthalt in einem Ferienhaus (4 Personen) zu Beginn der Sommerferien in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Spiekeroog: Preissteigerung von 87,9 Prozent

Demnach stiegen die Preise für ein Ferienhaus auf der Nordseeinsel Spiekeroog zwischen Januar und April um 87,9 Prozent (!). Für die kleine Insel Baltrum ermittelte „Hometogo“ eine Preissteigerungen von 70,4 Prozent. Für Norddeich ermittelte man ein Plus von 22,8 Prozent und für Norderney 15,9 Prozent. Auf der Ostseeinsel Usedom verteuert sich der Preis für eine Ferienwohnung um knapp 13 Prozent, während man auf dem ohnehin schon teuren Sylt weitere 9,4 Prozent drauf legen muss.

Kritisch sieht diese Preisentwicklung Klaus Müller, Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Dass bereits jetzt solch massive Preissteigerungen zu beobachten sind, nannte er im Gespräch mit der Rheinischen Post mit einem Wort: „unfair“. Er sprach davon, dass die bestehenden Beschränkungen zu Ungunsten der Urlauber „ausgenutzt“ würden.

Andererseits kann man auch Verständnis für die Anbieter der Ferienwohnungen haben. Dass sie versuchen, einen Teil der entgangenen Einnahmen wieder hereinzuholen, ist nachvollziehbar. Bei vielen geht es sicherlich auch um das wirtschaftliche Überleben.

Die Frage ist nun: Machen die Fans der Nordsee und Ostsee den Preissprung mit? Diskutiert mit auf unserer Ankerherz Facebook-Seite!

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