UPDATE “El Faro”: Die Hoffnung schwindet

Katie Griffin erwartete ihren Mann Keith, einen Seemann auf der „El Faro“, bald zuhause. Sie wollten zum Arzt gehen, um herauszufinden, welches Geschlecht die Zwillinge haben, die Katie erwartet.

Das letzte Mal, dass die junge Frau, 33, mit Keith sprach, war am Mittwoch vergangener Woche, nach dem Abendessen. Er sagte ihr, dass er noch auf Wache sei, weil das Wetter schlechter wurde. Die „El Faro“ steuerte mitten hinein in Hurrikan „Joaquin“. „Er sagte mir, dass er mich liebt.“ Dies waren seine letzten Worte.

Katie Griffin hofft, dass ihr Mann noch lebt, wie sie in einem Interview mit dem “Boston Herald” sagt, aber die Chancen werden immer geringer. Die U.S. Coast Guard sucht mit Booten und Hubschaubern und der größtmöglichen Intensität. Bislang fanden sie eine Leiche und ein Trümmerfeld, das auf dem Wasser trieb. Die „El Faro“, ein großer Containerfrachter von 241 Metern Länge, ist gesunken, das steht fest. Ob sich die Besatzung mitten in einem Hurrikan der Kategorie 4 in die Rettungsinseln retten konnte? 28 US-Amerikaner und fünf Polen waren an Bord.

Inzwischen gibt es Hinweise darauf, warum der Frachter direkt  in den Sturm fuhr. Offenbar wollte der Kapitän zunächst ausweichen, blieb aber auf seinem Kurs, weil es massive Probleme mit der Maschine gab. Er soll gemeldet haben, dass das Schiff mit 15 Grad auf der Seite lag. Kommt ein Schiff in einem solchen Wetter quer zur See, kann es schnell sinken. Die Wellenhöhe inmitten des großen Wirbelsturms wird mit 50 feet, also mehr als 16 Metern angegeben.

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