Durch die Wellen nach Helgoland – das war die Spucktütentour

Sieben Beaufort Wind und mehr, dazu vier Meter Welle im Mittel. Die erste Spucktütentour von Ankerherz nach Helgoland hielt, was sie versprach. Auf der Insel luden uns die Seenotretter auf ihr Flaggschiff ein. Es war ein wundervoller Tag auf der Nordsee.

Den Termin hatten wir nach Studium der Wetterdaten der vergangenen zehn Jahre ausgesucht. Ende Oktober herrschte zuverlässig Wind über der Nordsee – und wir lagen richtig. Die MS Helgoland, die grundsolide und sichere Fähre, rollte und stampfte durch die See. Einigen Gästen ging das Frühstück noch einmal durch den Kopf. Die meisten aber genossen die bewegte See.

Erste Spucktütentour nach Helgoland

Auf Helgoland angekommen, gab es dann eine schöne Überraschung. Die Seenotretter hatten ihr Flaggschiff, die “Hermann Marwede”, extra für uns neben den Rettungsschuppen gelegt.  Außerdem wartete Thore Laufenberg, Programmchef von Radio Ankerherz, mit einer Flasche Brennivin am Anleger. Der isländische Geist vertrieb jeden miesen Geschmack im Mund.

Die Crew der ersten Spucktütentour vor der Hermann Marwede auf Helgoland.

 

Ankerherz-Verlagsleiter Stefan Kruecken las dann im Rettungsschuppen die Geschichte “Tödlicher Orkan” aus unserem Buch MAYDAY. Sie spielt in einem der schlimmsten Stürme des vergangenen Jahrhunderts auf Helgoland. Vier Seenotretter blieben am 23. Februar 1967 im Einsatz für Fischer auf See. Im Talk sprach der Thilo Heinze, zweiter Vormann der Station, über den Respekt der Retter vor der Nordsee, über die Abläufe an Bord und den Alltag in der “schwimmenden Männer-WG”.

Tausend Seenotretter gibt es an Deutschlands Nordsee- und Ostseeküste; achthundert sind Freiwillige, die ihre Freizeit opfern. Die Seenotrettung ist ein Anliegen der Vielen. Wie auch von Edda Karhof, die sich seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich um den Rettungsschuppen auf Helgoland kümmert.

Mehr als 40 Reisende mit Ankerherz hatten die Spucktütentour gewagt. Sie freuten sich auf einen echten Höhepunkt: Die Seenotretter zeigten die Hermann Marwede, das hochmoderne Schiff der 46-Meter-Klasse. Vormann Heinze und die Crew erklärten uns die Brücke, führten und über das Schiff und wir durften sogar die Maschine besichtigen. Wir danken den Seenotrettern von Helgoland für ihre herzliche Gastfreundschaft!

Besuch auf der Hermann Marwede

Für einige Teilnehmer der Spucktütentour blieb dann noch ein wenig Zeit für einen Spaziergang über die Insel und den Besuch des Studios von Radio Ankerherz in der Siemensterrasse. Danach ging es wieder raus auf die bewegte Nordsee. Mit Salzgeschmack auf den Lippen und vielen schönen Erinnerungen gingen wir in Cuxhaven von Bord.

Viele verfolgten die Tour in den Sozialen Medien und fragen, ob wir die Tour wiederholen. Antwort: Ja, werden wir. Einige Touren zu Themen des Meeres sind aktuell in Vorbereitung. Lasst Euch überraschen!

Unser neues Buch heißt Kapitäne! 20 Seeleute berichten aus ihrem abenteuerlichen Leben. Die Mitreisenden der Spucktütentour bekamen einen kleinen, ganz kleinen Einblick, was schwere See bedeutet. Kapitäne! gibt es überall im Buchhandel und hier bei uns im Online Buchladen.

 

 

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