Kreuzfahrtschiff entdeckt Rettungsboot mitten auf dem Atlantik

Die Besatzung des Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff 4“ hat ein Rettungsboot mitten auf dem Atlantik entdeckt. Der Kapitän stoppte die Maschine. Schnell konnte die Crew das Rettungsboot einem Unglück zuordnen…

Der wachhabende Offizier meldete das Rettungsboot am Dienstag, mitten auf dem Atlantik, einige hundert Seemeilen vor den Azoren. Kapitän Hilko T. Mahler handelte entsprechend der internationalen Regel. Er stoppte die Fahrt und ließ auf der Backbordseite ein Rettungsboot ins Wasser. Das Wetter: frische Brise, Windstärke 6.

Die Crew stellte fest, dass sich keine Menschen an Bord des orangefarbenen Bootes befanden. Wie der Kapitän wenig später über Lautsprecher den Gästen und seiner Crew mitteilte, stammt das Boot von einem Unglück. Es handelt sich um ein ehemaliges Rettungsboot der „Felicity Ace“.

 

 

Das Transportschiff war am 1. März nach einem großen Feuer gesunken. Die Besatzung der Felicity Ace konnte sich retten. (Alle Hintergründe zum Untergang hier im Ankerherz Blog.) Das Unglück sorgte für weltweite Schlagzeilen, auch wegen der wertvollen Fracht: An Bord befanden sich 4000 Fahrzeuge des VW-Konzerns für den US-amerikanischen Markt. Darunter neben Elektro-Autos auch mehr 1000 Porsche, 189 Bentley und diverse Lamborghini. Die Fahrzeuge parken nun auf dem Meeresgrund in einer Tiefe zwischen 1500 und 4000 Meter. Verlust: mehr als 401 Millionen Dollar.

Das Kreuzfahrtschiff setzte die Reise fort. Die „Mein Schiff 4“ (Reederei Tui Cruises / Foto: Radomianin, Wikipedia) befindet sich auf einer Osterreise von Gran Canaria über die Azoren nach Madeira.

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