Feuer in der Brandung: Am Leuchtturm Portland Bill

Als wir über den Hügel kommen, sehen wir Portland Bill Lighthouse sofort. Der Leuchtturm sieht aus wie von einer Postkarte. Wir sind auf  Portland, der Insel der Steine.

Die Mauern des Buckingham Palace oder der St. Pauls Kathedral in London stammen von hier. 50° 30′ 50,8″ N, 2° 27′ 23,1″ W, Portland, Südküsten von England. Der Wind ist nicht allzu stark an diesem Tag, und doch scheint die See vor der Landzunge regelrecht zu schäumen. Der Gezeitenstrom ist stark. In der See liegen scharfe Felsen. Deshalb ist es mehr als verständlich, dass die Kaufleute und Schiffsbesitzer von Weymouth, der nächstgelegenen Stadt am Festland, schon im frühen achtzehnten Jahrhundert eine Petition einreichten, um Portland Bill Lighthouse zu bauen. Eine Karte der Wracks, die im Besucherzentrum hängt, zeigt die Notwendigkeit – was für ein gefährliches Seegebiet.

Sturmgeräusch in der Dunkelheit

Im Mai 1716 erteilte König George I schließlich den Auftrag, einen Turm zu errichten. Es wurden sogar zwei, die man 1789 abriss und durch einen neueren, modernen ersetzte, der bis 1869 betrieben wurde. Der heutige Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1906, und im neuen Besucherzentrum bekommt man einen Eindruck davon, welchen Kräften das 43 Meter hohe Bauwerk ausgesetzt ist. Besonders toll: Ein Raum namens „Into the dark“, einen Raum, in dem man die Geräusche eines Sturms in der Dunkelheit erlebt. Es klingt sehr bedrohlich.

Herrlicher Tag am Leuchtturm Portland Bill

Seit 1996 gibt es keinen Leuchtturmwärter mehr auf der Insel Portland. Wie fast alle Leuchttürme wurde auch dieser automatisiert und wirft nun sein Feuer vom Kontrollzentrum im ostenglischen Harwich aus ferngesteuert über den Ärmelkanal. Gibt es Nebel, brüllt alle dreißig Sekunden ein Horn, das von einem Kompressor Druck bekommt – ein Schild warnt davor, sich rechtzeitig die Ohren zuzuhalten. Von Nebel oder Sturm ist heute aber nichts zu spüren. Der Wind kommt über den Ärmelkanal, Möwen in der Luft und eine Bank lädt ein: Was für ein herrlicher Tag am Leuchtturm Portland Bill.

Auch wenn es keinen Leuchtturmwärter mehr gibt – Portland Bill wurde auch in einer animierten Kinderserie „verewigt“, die 1983 im englischen Fernsehen lief. „The Adventures of Portland Bill“, der mit seinem Hund Dogger auf einer Klippe wohnt, begeisterte damals die Kinder. Niedlich gemacht.

 

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[…] in einem Video einzufangen, das er mit Hilfe einer Drohne aufnahm. Besonders die Flüge rund um die Leuchttürme vor den Klippen – einfach wundervoll, oder? “Was haben wir für ein Glück, hier leben […]
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