Sturm: Suche nach vermissten Fischern im Atlantik eingestellt

Der Sturm ist zu stark und die Gefahr für die Retter zu groß. Die Regierung der Falklandinseln hat beschlossen, die Such- und Bergungsmaßnahmen für die letzten vermissten Fischer des Trawlers „Argos Georgia“ angesichts der geringen Chancen zu beenden. Die vier Vermissten gelten damit als tot. Die Zahl der ertrunkenen Fischer erhöht sich damit auf 13.

Drama im Sturm auf dem Atlantik. Am Montagnachmittag meldete der Trawler „Argos Georgia“ einen schweren Wassereinbruch. Position: etwa 200 Meilen östlich von Port Stanley auf den Falklandinseln. Die Wellenhöhe wird in argentinischen Medien von mehr als sieben Metern angegeben. (HIER liest Du unseren ersten Beitrag).

Sturm vor Falkland

Die Lage an Bord verschlechterte sich schnell. Bevor Hilfe eintreffen konnte, war die Besatzung gezwungen, ihr Schiff zu verlassen und in Rettungsinseln zu steigen. Kurz darauf sank das moderne Schiff. Wie es an Bord aussah, kann man sich HIER auf dieser Seite ansehen. Man hat schon einen Kloß im Hals bei der Ansicht dieser Bilder.

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Die British Forces South Atlantic Islands (BFSAI) setzten ein Langstrecken-Suchflugzeug ein. Der Crew gelang es, die Rettungsinseln zu orten und ihre Position zu beobachten. Ein Rettungsversuch per Hubschrauber scheitete jedoch. Der Sturm war selbst für die erfahrenen Piloten zu heftig und die Entfernung zu groß.

Insgesamt 13 ertrunkene Fischer

Das Fischereipatrouillenschiff „Lillibet“ und zwei andere Trawler änderten ihren Kurs, um zu Hilfe zu eilen. Ein Floß kenterte in einer großen Welle. Insassen starben an Unterkühlung. Das Fischereipatrouillenschiff fand eine weitere Rettungsinseln mit 13 Überlebenden und brachte sie sicher an Bord.

Bis Dienstagabend waren insgesamt 14 Besatzungsmitglieder lebend gerettet worden. Neun Leichen wurden geborgen. Vier Fischer bleiben für immer auf See.

„Unter Berücksichtigung aller Umstände, einschließlich der vorhergesagten Wetterbedingungen und der Sicherheit der an den Einsätzen beteiligten Personen, wurde die Entscheidung getroffen, die Such- und Rettungsbemühungen einzustellen. Es werden weitere Bergungsbemühungen unternommen, um die noch auf See befindlichen Personen so bald wie möglich zu finden.“ soweit dies praktikabel ist“, schreibt die Regierung der Falklandinseln in einer Erklärung.

Die Ursache des Untergangs wird untersucht. Nach Medienberichten stammen sechs Überlebenden aus der spanischen Fischergemeinde, darunter der Kapitän, der Erste Offizier und der Chefingenieur. Die spanischen Behörden planen, für sie  einen Flug zu chartern, um sie nach Hause zu ihren Familien zu bringen. Linienflüge zu den Falklandinseln sind selten.

 

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