Überleben im Sturm – ein Buch über die Helden der RNLI

Überleben im Sturm – ein Buch über die Helden der RNLI. Sie riskieren ihr eigenes Leben, um Menschen auf See zu retten. Sie fahren raus in wilde Stürme, springen in den kalten Atlantik, wagen sich in tückische Höhlen. Die Seenotretterinnen und Seenotretter der RNLI sind Helden unserer Zeit.

In unserem Buch erzählen die Seenotretter von ihren dramatischsten Einsätzen vor den wilden Küsten Großbritanniens und Irlands. Sie lassen uns in ihre Seele sehen, an ihren Ängsten teilhaben, an ihrer Hoffnung. Sie berichten, was sie antreibt. Wie man selbstlos sein kann in einer Zeit, die doch sonst von Egoismus geprägt ist und dem Rückzug in Komfortzonen.

Aufgeschrieben hat die Geschichten die Reporterin Nikki Girvan aus Liverpool. Meisterhaft übersetzt wurden sie von Olaf Kanter („Spiegel“).

Überleben im Sturm soll ein Denkmal sein

Seit 1824 retten die Männer und Frauen der RNLI Leben auf See. Mehr als 143.000 Menschen befreiten sie aus Seenot.

„Überleben auf See“ handelt von Menschen in normalen Berufen – Handwerker, Lehrer, Büroangestellte, Fischer – die bereit sind, ihr Leben für andere Menschen zu riskieren. Die Retterinnen und Retter berichten von den dramatischsten Einsätzen der jüngsten Geschichte. Sie erzählen die Ereignisse aus ihrer Perspektive, aufgeschrieben mit der Unterstützung einer Reporterin aus Liverpool.

Dieses Buch entstand in enger Kooperation mit der RNLI. Wir wollen dem Mut der Retter ein Denkmal setzen.

Lest hier einen Auszug. Erzählt hat folgende Geschichte Darren Harcus, Station Lerwick auf Shetland. Sie spielt im März2017 und heißt: Im Sog der Ocean Way.

„Der Trawler machte ominöse Knackgeräusche, er ächzte und stöhnte, sein Bug hing schon in der Luft. Dann begann er plötzlich zu rutschen, er drehte sich unter unseren Füßen weg.

Die „Ocean Way“ sank.

Was dann geschah, vom Beginn der Kenterung bis zu dem Moment, in dem ich mich im Wasser wiederfand, blieb in meinem Gedächtnis haften wie eine Serie von Schnappschüssen. Es passierte alles mit rasender Geschwindigkeit.

Kampf ums Überleben

Ich dachte noch: Je länger wir warten, desto größer ist die Gefahr, dass wir in den Sog des sinkenden Schiffs geraten. Wir mussten springen, unbedingt, sofort. Soweit vom Trawler weg wie möglich. Ich spürte, wie sich mein Brustkorb nach Kontakt mit dem kalten Wasser zusammenzog. Ein paar Sekunden war da nichts mehr außer Dunkelheit und einem wirbelnden Durcheinander, dazu das gedämpfte Rumpeln und Ächzen des Schiffs, das in die Tiefe gezogen wurde.

Ich kam wieder hoch, durchbrach die Wasseroberfläche und schnappte nach Luft. Ich sah mich um und erkannte erleichtert, dass alle wieder aufgetaucht waren. Die Männer schwammen aus verschiedenen Positionen in Richtung des Seenotkreuzers.

Ich orientierte mich kurz und schaute noch einmal genau hin. Hatte irgendjemand Probleme? Ich sah etwas am Bug des Trawlers. Der Skipper!

Er war etwa fünfzehn Meter von mir entfernt und ruderte mit den Armen. Hinter ihm erhob sich die dunkle Form des Rumpfs, oder vielmehr das, was davon noch aus dem Wasser ragte. Es sah aus, als würde eine mächtige Welle an ihm reißen.

Das war kein Schwimmen. Er kämpfte damit, überhaupt den Kopf über Wasser zu halten. (…)

Überleben im Sturm gibt es überall im Buchhandel und hier bei uns im Online Buchladen von Ankerherz. Wer die Geschichten deutscher Seenotretter hören möchte, ist bei MAYDAY genau richtig.

 

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