Wird der Mord am Kapitän der „Spirit of Hamburg“ nie gelöst?

Mord an Bord. Vor einem Jahr entdeckte die Crew des Frachters „Spirit of Hamburg“ ihren Kapitän tot auf der Brücke. Er wurde brutal umgebracht. Doch wer sind die Täter? Das Schiff befand sich auf Reede vor dem Hafen von Cartagena in Kolumbien (wir berichteten im Ankerherz Blog über das Verbrechen). Doch auch ein Jahr nach dem Gewaltverbrechen fehlt von den Tätern jede Spur.

Die Leiche von Kapitän Myo Tun Zaw, 50 Jahre alt, ein Seemann aus Burma, wurde in Klebeband eingewickelt entdeckt. Nach Angaben der Tageszeitung „El Universal“ zeigen Blutergüsse und zerschnittene Hände, dass er sich gegen seinen oder seine Angreifer wehrte. Der Frachter – ehemals ein Schiff der Hamburger Traditionsreederei Hamburg Süd – ist 254 Meter lang und fährt mit 21 Mann Besatzung.

Mord an Bord

Es gibt einen schrecklichen Verdacht: Gehören der oder die Täter zur Crew? 

Schnell wurde spekuliert, dass Kapitän Zaw einen Drogendeal an Bord störte und deshalb sterben musste. Die Ermittler kommen aus Kolumbien und auf Großbritannien, denn das Schiff fährt unter der Flagge der „Isle of Man“. Sie rekonstruierten die Aussagen der Seeleute an Bord und rekonstruierten den Fall am Computer. Ergebnis der Ermittlungen: Es soll mindestens zwei Angreifer gegeben haben.

 

Doch die Frage lautet: Wo kamen die Angreifer her? Die im Hamburg ansässige Reederei „Zeaborn Ship Management“ beharrt auf einer Version, dass es sich um Kriminelle von außerhalb handeln muss. Konkrete Beweise gegen mögliche Komplizen an Bord gibt es, Stand: heute, jedenfalls nicht. Die Ermittler von der Isle of Man wollen nicht aufgeben, den schwierigen Fall zu lösen.

Die Chancen sinken

Doch wahr ist auch: Mit jedem Monat, der nun vergeht, sinken die Chancen, die Mörder von Kapitän Zaw zu finden. Aktuell befindet sich das Schiff wieder im Seegebiet vor Cartagena und steuert einen Hafen vor Mexiko an.

 

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